Norwegen 2004

Norwegen im August 2004, wir hatten Hoffnung, das dieses Land uns nach 11 Jahren dieses Mal positiver aufnimmt. Wir wollten die Gegend um die Lofoten und Vesteralen kennenlernen. Bilder und Bericht erzählen von diesem Urlaub.

Freitag, 06.08.04

gegen 18:00 Uhr kommen wir von zu Hause aus los, lockere Fahrt bei sommerlichen Temperaturen hoch nach Frederikshavn. Gegen 23:00 Uhr stehen wir oben auf dem Stena-Parkplatz.

Samstag, 07.08.04

wir verladen auf die Stena-Jutlandica. Gegen 07:15 Uhr treffen wir in Göteborg ein. Die Temperaturen steigen bis auf 30°C, die Klimaanlage brummt im Camper und so schaffen wir Kilometer um Kilometer. Über Örebro, Västeras, Gävle, Söderhamm und Sundsvall schaffen wir es bis Umea. Dort nächtigen wir auf einem Stellplatz direkt unten am Hafen. Das erstemal kommt ein bisschen Urlaubsstimmung auf und wir geniessen ein bisschen skandinavische Mentalität zwischen den vielen Menschen, die dort am Hafen flanieren. Sichtlich erschöpft schlafen wir dann aber auch schnell ein.

 
Sonntag, 08.08.04

Nach kurzem Frühstück brechen wir zeitig auf. Immer weiter über die E4 Richtung Finnland, dann endlich mal eine andere Strecke, als wir Skelleftea erreichen. Von hier aus geht es jetzt direkt durch das Inland über die 95 nach Norwegen zum Saltdal. Eine wundervolle Fahrt durch das sonnige Lappland, immer mal wieder müssen wir aufpassen, das wir mit keinem der Rentiere, die gemütlich über die Strasse spazieren, zusammenstossen. Erstmals erreichen wir den Polarkreis, nur das Gefühl stärkt einen, dagewesen zu sein. Die Temperaturen an diesem Tag lassen das bei 25°C Grad nicht gerade vermuten. Allmählich verändert sich die Landschaft. Aus der mit Birken und Niedrighölzern aussehenden Landschaft kommt allmählich Gebirge, das ein bisschen schroff wirkt. Wir überqueren nach über 400 km das schwedische Inland die Grenze nach Norwegen.

Die Entscheidung war schon ganz richtig, als wir dann auf die norwegische E6 kommen, das wir durch Schweden gefahren sind. Denn so wie diese Strasse im Zustand ist, hätten wir doch um einiges länger gebraucht. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir Fauske am Saltdalfjord und treffen uns dort mit Freunden, um nun einige Tage gemeinsam zu verbringen. Unser neues Ziel führt uns zum Saltstraumen. Ein Naturschauspiel, wo die gewaltigen Wassermassen bei der Gezeitenströmung durch eine Meerenge gedrückt wird. Für die Angler dort auch nicht ganz uninteressant. Denn gerade grosse Fischschwärme halten sich dort auf, da durch die immense Strömung grosse Nahrungsvielfalt vorhanden ist.

Wir parken die Fahrzeuge und schauen uns das einmal näher an, leider zeigt uns die Gezeitentabelle an, das erst gegen Mitternacht die Gezeiten wechseln. Aber sichtlich beeindruckt von dem strömenden und gurgelnden Wasser lassen wir den Abend bei einer Runde angeln ausklingen

Montag, 09.08.04

Morgens erwachen wir bei blauem Himmel, nachdem wir draussen gefrühstückt haben brechen wir in südlichere Richtung über die Strasse 17 auf, um zum Svartisen Gletscher zu kommen. Hier führt uns die Strecke über eine wundervolle Fjordlandschaft immer direkt entlang am Wasser. Hier und dort halten wir einfach mal an und geniessen die Schönheit der Natur. So gelangen wir über die Brücke des Kjellingstraumen, Sundsfjord, Grimstad, Ornes, Glomfjord nach Holandfjord. Immer wieder müssen wir durch viele lange und schmale Tunnel hin durch, der eine misst sogar eine Länge von 7,6 Kilometern. 

An einem schönen Parkplatz direkt am Fjord geniessen wir den Anblick der gewaltigen Gletscherzunge, die sich hier aus dem Bergen bis fast in Fjord niederlässt. Das Wetter ist wunderbar warm und klar und so erscheint uns der gesamte Gletscher in einem bläulichem Farbton. Freunde erzählten uns, das diese bei Ihrem letzten Besuch hier an dieser Stelle noch einige Schweinswale sichteten, leider blieb uns das an dieser Stelle vergönnt. Sichtlich beeindruckt verblieben wir hier einige Zeit. Dann führt uns der Weg zurück direkt an den Glomfjord, um ein bisschen was für das Abendbrot zu fangen. Direkt an der Strasse wählten wir eine Haltebucht und kletterten die steile felsige Böschung an den Fjord hinunter. Aus fast 70 Meter Wassertiefe hatten wir sofort die ersten 3 Dorsche, alle so um die 2 kg, aus dem Wasser gepumpt. Eigentlich reichte das schon, als es einen gewaltigen Ruck an der Rute unseres Freundes gab. In Schwerstarbeit konnte ein Schellfisch von 90 cm Länge und 6 kg mit dem Gaff gelandet werden. Das Abendbrot war gesichert ! Das Angeln brachte uns weiterhin an dieser Stelle sichtlich Spass, alle weiteren grossen Dorsche kamen dann wieder zurück in ihr Metier.

Wer hat den schon einmal nördlich des Polarkreises gebadet, bei diesem hohen Temperaturen parkten wir die Fahrzeuge in der Nähe von Reipa, ich war von der ganzen Aktion eigentlich überhaupt nicht so überzeugt, aber liess mich gerne besserem belehren. Ein wunderschönen Sandstrand tat sich vor uns auf. Angenehme Wassertemperaturen wie bei uns an der Ostsee im Hochsommer so um die 18°C. Also nicht schwächeln und hinein ins Nass. Diese Abkühlung tat uns ganz gut, denn die Lufttemperaturen spielten sich doch jenseits der 25°C Grad. Direkt unter der Kjellingstraumen-Brücke brachen wir unser Nachtlager auf, der Fisch wurde filetiert und kam dann direkt von der Pfanne bei uns auf den Teller. Am Abend aus dem Bettfenster konnten wir noch einige Tümmler bewundern, die durch den Fjord zogen.


Dienstag, 10.08.04

Morgens zog es uns weiter, das Wetter war nicht besonders gut, trotzdessen hatten wir Hoffnung, das wie am Vortag die Sonne noch durch kommt.wir wählten den selben Weg zurück über Fauske, den es sollte uns ein Stückchen näher an die Lofoten bringen. In Fauske wurde entsorgt und sich erst einmal beim Shoppen über die aktuellen Preise informiert. Tatsächlich ist es in den letzten Jahren billiger geworden. Die Fahrt führte uns nördlich über die E6 auf die Halbinselgruppe Steigen. Mittlerweile setzte ein Dauerregen ein. Schade war nur, das man von der wunderschönen Strecke so wenig mitbekam.

Bei der Brücke um Alstad machten wir trotz des Regens einen Angelstop, den man hatte gehört, das es sich von der Brücke gut auf Makrelen angeln läßt, leider vergeblich, ein paar kleine Köhler und Heringe gingen an den Haken, trotzdessen sie lieber in den Kindergarten gehörten.


Wir umfuhren die nördliche Halbinselgruppe und kamen nach Bo (ganz in der Nähe der Gechützbatterie Dietl aus dem 2.Weltkrieg). Ein kleiner netter Strand mit ruhigem Parkplatz abseits von Gut und Böse ließ uns hier die Nacht verbleiben.
Mittwoch, 11.08.04

An diesem Morgen meinte es der Wettergott wieder gut mit uns und liess einige Sonnenstrahlen durch, so besichtigten wir die Geschützbatterie Dietl, fuhren noch einmal auf die Brücke zum angeln.

Leider wieder nur ähnlicher Erfolg, zusammen hatten wir so um die 120 Fische, allerdings vom Kleinstfisch bis zum Schüler reichte es. Bei gutem Wetter setzen wir dann die Fahrt weiter über die E6 und bis nach Skutvik fort. Die Fähre verpaßten wir nur knapp und mussten 589 Kr. für unser Wohnmobil zahlen, unsere Freunde hingegen zahlten weniger als die Hälfte, da sie mit ihrem unter die magische Grenze von 6 Metern kamen.

Nach ca. 2 1/2 Stunden Überfahrt über den Vestfjorden gelangten wir in Svolvär auf den Lofoten an. Wir befuhren die E10 in westlicher Richtung bis Kalle. Am Kallestrand fanden wir einen überlaufenden Stellplatz vor. Eine Wohnmobil-Reisegruppe von Thellier aus Frankreich mit ca. 15 Wohnmobilen hatte sich dort niedergelassen. Am unteren Ende der Wiese fanden wir noch einige Plätze, so hatten wir die Möglichkeit Tür an Tür mit unseren Freunden zu stehen.


So, das Abenteuer Lofoten konnte nun beginnen !

Donnerstag, 12.08.04,

Morgens befuhren wir dann weiter die E10 in westlicher Richtung bis zur Abfahrt nach Henningsvär über die 816. Überall rechts die zerklüftete Küste, links hingegen die Felsen steil hoch, alles hatte irgendwas Mystisches. Ein kleiner touristischer Fischerort, der vielerlei Ideen für Fotomotive gibt. Ein großer Parkplatz, wo die Vielzahl der Fahrzeuge aus Wohnmobilen bestand. Ein Ort den man sich nicht entgehen lassen sollte.  

Unsere weitere Entdeckungstour führte uns dann über die nördlichen Halbinsel Gimsoy und dessen Orte Gimsoy, Saupstad und Vik zurück auf die E10. Nach der Querung des Sundklakkstraumens amen wir durch Haugen, Limstrand und umfuhren dann die nächste Halbinsel über Smedvik, Kvalnes und Vestrestrand wieder zurück auf die E10. Immer wieder hatten wir neue Eindrücke von der vielfältigen Landschaft, steile hohe Felswände, die dann in ein weiches Wiesenpanorama übergingen. Vereinzelt stehen dann dort die Häuser und kleinere Bauernhöfe in ihren bunten Farben.
In Borge besuchten wir das Wikingermuseem. Damals hatte dort ein Bauer auf seinen Wiesen beim Plfügen Tonscherben gefunden und diese untersuchen lassen. Dabei stellte sich heraus, das es sich hierbei um Gefäße handeln mußte, die aus einem typischen Langhaus eines Wikingerhäuptlings stammen mußte,  das damals dort stand. Weitere Ausgrabungen bestätigten das. So wurde mit den Jahren so ein Langhaus nachgebildet und auch so ausgestattet, wie es in Wikingerzeiten üblich war. Personal spielt oder inzeniert dort immer noch das Leben zu diesen Zeiten. Ein unbedingtes Muss für jeden Lofotenreisenden. Eine Führung wäre unbedingt zu empfehlen. Ein kleiner Spaziergang lädt dazu ein, das unten am See gelegende Wikinger-Langschiff zu bewundern. 

Auf der weiteren Fahrt kamen wir nach Leknes, hier wurde für das abendliche leibliche Wohl eingekauft. Hinter Leknes befuhren wir die südliche Halbinsel rund um Gravdal, immer wieder bestaunten wir die Landschaft, ein kurzer Stop hier und da lud immer ein. Unseren Platz für die Nacht fanden wir dann wieder nördlich der E10 kurz vor dem Tunnel nach Utakleiv auf Strandparkplatz direkt mit Blick auf den Atlantik.  
 
Freitag, 13.08.04,

An diesem Tag sollten wir den westlichsten Teil der Lofoten kennenlernen. Zurück über die E10 gelangten wir durch einen Tunnel unter dem Nappstraumen hindurch. Unsere Freunde erzählten uns, das dieses Mautpflichtig sei, aber dieses gehört wohl der Vergangenheit an.


Die Route führte uns nur unterbrochen durch ein paar Fotostops direkt nach A. Auf unserem Programm stand das Fischereimuseum an diesem südlichsten Ort der Lofoten. Hier wurde gezeigt, wie die Fischer damals lebten, ihre Fangausrüstung und Boote pflegten, wie der der gefangende Fisch gelandet wurde, wie er verarbeitet wurde und was aus der Leber der Fische an Lebertran hergestellt worden ist. Alles in allem sehr beeindruckend und nett und natürlich dargestellt.  

Unser nächster Punkt war dann auf dem Weg zurück Reine, sicherlich kennt jeder, der sich schon mal mit den Lofoten befaßt hat dieses typsiche Bild aus Reine. Eine wirklich beeindruckende Kulisse und dementsprechend voll ist es hier auch an Touristen, ob mit dem Wohnmobil, Motorrad, Busreisende, Wanderer oder Sonstige. Alle finden sich hier ein, um dieses Ambiente kennenzulernen. Ein Hochgenuss für jeden Urlauber, die es zu wissen versteht, solche Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Ein Spaziergang durch den auseinander gezogenden und durch die Vielzahl der kleinen Inselchen zerklüftenden Ort. Brücken verbinden diese Inseln. So gelangt man dann auch direkt weiter nach Hamnoy, hier erscheint einem Urlauber ein ähnliches Bild.  

Wir als Wohnmobilisten nutzten hier am kleinen Hafen die Gunst der Stunde für die Ent- und Versorgung, bevor uns die Fahrt weiterführt in die von Flakstad. Hier versuchten wir noch einmal unser Glück mit dem Angel. Wieder eine Unmenge an Köhlern, die aber nicht unserer Größe entsprachen und so in ihr Metier zurück gesetzt worden.

Kurz vor Myrland auf einer nördlichen Halbinsel direkt am Nappstraumen fanden wir  am Wasser einen Platz für die Übernachtung, diesesmal völlig alleine. Wunderschön gelegense, schon ein kurzer Blick auf das Meer und wir sahen Tümmler, scheinbar sind sie dort keine Seltenheit. Denn auch jederzeit, sobald einer von uns aus dem Fenster schaute, konnten wir sie erblicken.


 
 
Samstag, 14.08.04,

Morgens um kurz nach 05:00 Uhr wurden wir durch die aufgehende Sonne vorsichtig geweckt und konnten diese mit einem Bild einfangen. Aber die Müdigkeit war größer und so schlummerten wir noch einige Stündchen weiter. Auch am Morgen beim Frühstück waren die Tümmler wieder da, teilweise kamen sie direkt bis an den Strand ins seichte Wasser heran. Weiter draussen am Nappstraumen sahen wir wie die Wasseroberfläche leicht aufspritzte, hier waren die Makrelenschwärme am jagen.

Es muss unvorstellbar sein, welche Fischmassen die Fischer hier aus dem Meer ziehen, alleine schon in der Zeit von Januar bis März, wenn der Kabeljau hier in den Westfjord zum laichen kommt und er Tonnenweise gelandet wird.

So führte uns unsere weitere Reise zurück unter dem Nappstraumen hindurch dann bei Leknes hinunter nach Mortsund, weiter über Sennesvik und die Rundtour über Stamsund und Steihe entlang der Küste weiter Vikjorda entlang der 815 zurück auf die E10. Am Gimsoystraumen unter der Brücke versuchten wir uns noch einmal mit dem Angelglück, wieder nur eine Menge Kleinkram, die wieder zurück ins nasse Element kam.

 


In Svolvär trennten wir uns von unseren Freunden, deren Urlaub ging zur Neige und sie mussten den Heimweg mit der Fähre aufs Festland nach Skutvik antreten. Wir hingegen befuhren die E10 in nördlicher Richtung zu den Vesterälen.
Die Fähre über den Hadselfjorden konnte wir gerade noch erreichen. Eine kurze Überfahrt von ca. 30 Minuten, aber dennoch sehr beeindruckende Landschaften und ein bischen wehmütig zurückblickend auf die landschaftliche beeindruckende Kulisse der Lofoten. In Melbu angekommen wählten wir gleich die Richtung nach Taen. Auf einem Picknickparkplatz fanden wir ganz alleine die Ruhe für die Nacht.

Nunja, einige neugierige Anlieger schauten doch mal vorbei, um zu sehen, was für ein Mobil dort dann stand !


 
 
Sonntag, 15.08.04,

Mit Regen wurden wir geweckt, die Wetterprognose auch in den Zeitungen sah nicht gut aus. An diesem Sonntag sollte es Regen geben. Aber durch dieses montone Regenprasseln auf dem Dach hat man sich mit den Jahren gewöhnt. Daher kommt man zu seinem erholsamen Schlaf und ärgert sich erst am morgen, was der Tag bringen wird. Dieser Sonntag hingegen erinnerte uns an vor 10 Jahren, als wir drei Wochen lang in Norwegen waren und wirklich jeden Tag Regen hatten.

Wir hofften natürlich auf Besserung, aber das wird sich erst in den nächsten Tagen klären. Jedenfalls fuhren wir so nach dem Frühstück erst einmal die kleine Strasse ganz gemütlich im wohlbeheizten Wohnmobil weiter, drinnen warm und draussen regnerisch nass und kühl. Leider konnte wir auf der Strecke von Taen nach Stormarknes nichts von dieser wundervollen s angeblich abwechslung reifen Landschaft mitbekommen, diese  Sicht auf welche war einfach nur grau in grau durch den Regen.

Trotzdessen kamen wir auf die nächstgrößere Insel Sortland, gerade auf dieser angekommen nahmen wir die nächste Möglichkeit gleich links Richtung Eidsfjord. Der Ort am Selbigen Fjord gelegen versprach viel Abwechslung nach Natur. So hatten wir ein bischen Glück und konnten in diesen Momenten nur noch durch Nieselregen schauen und alles erschien uns doch ein bisschen schöner.

In Halmstad nahmen wir dann die Abkürzung nach nach Sortland (Ort) mitten durchs schöne Inselinnere. Der Tank war leer und schrie nach Diesel. Auf der Esso in Sortland befindet sich gleichzeitig ein Gullideckel zum entsorgen der Fäkalien und des Abwasssers.

Der Regen nahm zu, Susanne bekam ihr Norwayrain-Syndrom. Kurzerhand entschlossen wir uns direkt nach Andesnes zu fahren, unterwegs boten sich schöne Möglichkeiten zum Pausieren. Hier und da wunderte ich mich, das die Lachse aus dem Wasser sprangen. Das Anglerblut kochte und ich wollte schon die Angel aus der Heckgarage ziehen, doch schaute ich mir das zuerst einmal an. Ein großes Schild mit der Aufschrift FISKE FORBUDDEN klärte dann gleich alles. In einer Broschüre fanden wir dann anschließend etwas darüber über diese beiden Orte. So durfte hier nur mit Tageskarten auf diese Fische geangelt werden.

In Andesnes angekommen hatten wir tatsächlich keinen Regen. Gerade um 17:00 Uhr kamen wir am Hafen an, als eines der Walsafari-Boote ablegten. So sind wir hingegen wenigstens erst einmal raus aus dem Mobil um ein bisschen frische Luft zu bekommen.

Natürlich waren wir neugierig und mußten erstmal informieren, wie das Wetter am morgigen Tag werden sollte. Beim reservieren für die Walsafari teilte uns die nette Dame sogar auf Deutsch mit, das es am morgigen Tag besser werden sollte. Kurzerhand sagten wir für den 17:00 Uhr Trip zu.

Den restlichen Tag verbrachten wir bei diesem schlechten Wetter im Womo.


 
 
Montag, 16.08.04,

Der Tag begann ein bischen mit Aufregung, das schönste war schon mal, das die Sonne heraus schaute. Susannes Stimmung war gleich viel besser. Ein morgentlicher Spaziergang durch Andenes und das endlich mal wieder bei Sonne ließ alles in ein anderes Licht rücken. Die vielen bunten Häuschen, dazu die saftig grünen Wiesen, blauer Himmel, so bringt Urlaub einfach Spaß.

 

Gegen 14:45 Uhr fanden wir uns im Andeneser Walzentrum ein. Es begann erst einmal mit der Verteilung der Pillen gegen die Seekrankheit, anschließend wurde wir als Vorbereitung für die Walsafari etwas über eine Stunde über die Wale aufgeklärt. Eigenschaften und Lebensweisen der Tiere. Studenten, teilweise die Meeresbiologie als Studienfächer hatten, aus mehreren Nationen sind dort ansäßig und bieten uns ihr Wissen an. Nach Ende des Besuches im Walmuseeum begaben wir uns und ca. 40 andere Personen auf das Schiff Reine am Hafen. Pünktlich legten wir ab und gerade als wir den Hafen verlassen hatten, ging es auch schon los mit der atlantischen Dünung. So einige sollten ihre Probleme damit bekommen.

Nach ca. 50 Minuten Fahrt gelangten wir zur Bleiks Djupet, ein Unterwassereinschnitt in die europäische Schelfplatte, die ganz hart bis auf ca. 1200 m Tiefe geht. Hier wirbeln die Mikororganismen durch die Strömung gegen und verwirbeln sich. Durch das viele Licht des Sommers findet das Plankton hier genug Nahrung durch die Mikororganismen. So beginnt sich die Nahrungskette fortzusetzen bis zum größten Säuger, dem Wal.

In den Sommermonaten halten sich hier hauptsächlich nur die Pottwale auf, zum Herbst hin, wenn der Hering in die Gegend kommt findet man auch den Orca (Schertwal). Auch Finnwale und die kleines Schweinswale sollen hier zu Gast sein. 

Die erste Wasserfontäne war auch schon sichtbar und schnurstracks führte der Skipper das Boot in die Richtung, während des Beobachtens bekamen wir ständig Infos über das Verhalten des Pottwals. Es war schon eine spannende Sache, zu zuschauen, wie der Wal sich an der Oberfläche vom Tauchgang erholte und seinen Sauerstoffvorrat in den Muskeln wieder auffüllte und dann nach einem gewissen Schema wieder für 30-35 Min. wieder im Meer verschwand. Das Tier konnten wir mit Sonar und Echolot während des Tauchgangs verfolgen, bis er sich uns wieder zeigte. Auch ein anderer Pottwal war zu sehen, ich denke es ist eine anschaubare Sache und sollte sich jeder Nordlandbesucher zu Gemüte ziehen.
Es war ein netter Tag bei gutem Wetter, mehr als wir erhofft haben, jedenfalls vom Wetter her. Wir hätten natürlich gerne mehr Wale gesehen, aber wer möchte das nicht.

Nach dem Anlegen im Hafen fuhren wir noch zur Entsorgungstation am Campingplatz, bevor wir dem Süden wieder ein Stück näher fuhren. Auf dem Picknickparkplatz am Lachsfluß bei Anes übernachteten wir.


  
 
Dienstag, 17.08.04

Ein sonniger Morgen, um 07:30 Uhr sahen wir schon den ersten Angler wieder zurück kommen. 3 schöne Lachse waren in seinen Gepäck. Das reizte natürlich ungemein, so beschloss ich erst einmal Lage des Gewässers zu erkunden, schade aufwärts des Flusses war Angelverbot. Aber zur Küstenlinie hingegen erlaubt, also braucht man nur noch staatliche Fischereierlaubnis für den Lachsfang, die in jedem Postamt zu bekommen ist.

Uns trieb es weiter nach Sto, zurück über die 82 nach Sortland gelangten wir dann wieder nördlich auf die 820 bevor wir dann rechts den 821 Richtung Myre nahmen. Ein Vormittag wie im Traum, eine Sicht ohne Schleier und Trübungen, so genossen wir die Fahrt durch diese reizvolle Landschaft. Myre umfuhren wir und gelangten in das kleine verschlafende Örtchen Sto. Parkmöglichkeiten gibt es hier nicht viele. Ein Erkundungsspaziergang und die Neugierde, den anderen Walsafari Anbieter kennenzulernen trieb uns dort hin. Ach alles ganz nett. Hier hat man den Vorteil das man 6-7 Std. auf See ist und fährt dazu noch einige Papageientaucher-Kolonien und Seehund Kolonien an. Auch dieser Anbieter nimmt den gleiche Rinne mit den Walen. Preislich geben sich beide nichts, würde aber bei unserem nächsten Besuch von hier oben, entweder von Sto oder von Nykesund aus fahren. 

Im Reiseführer pries man uns Nykesund an, zurück von Sto über die 821 Richtung, dann linker Hand Richtung Hoydal und dann ging es los. Ein Knüppelschotter, sollte es hier wirklich noch Einwohner geben. Aber unterwegs waren schon Leute am Beeren sammeln, ein Reisebus kam uns entgegen, sowie ein Wohnmobil. Naja, der Carthago wurde schon richtig durchgeschüttelt auf ca. 9 km. Und wir konnten uns nur erhoffen, das es dafür eine nette Entschädigung gibt. Uns so war es auch, man kann es nicht in Wort fassen, man muss einfach dagewesen sein. Eine alte Geisterstadt, die allmählich wieder zum Leben erweckt wird. Ein Anbieter für Waltouren, Arktic-Schlauchboottouren, kleine Gaststätten nette kleine Hotels in bunten Farben und alles wieder im Aufbau. Schade nur, das die Anwohner ihren Müll einfach nur hinter den nächsten Berg bringen. Der angekündigte Platz für eine Womo-Übernachtung darf nicht mehr angefahren werden. Ein Schild auf der Zugangsstrasse bittet Besucher, das diese Ihr Fahrzeug auf dem Abstellplatz vor dem Ort lassen möchten, wir finden kurzerhand oberhalb vom Behelfsparkplatz erreichbar über eine kleine Schotterstrasse ein kleines Plateau und gesellen und dort einem anderem Womo dazu.

Ein traumhafter Sonnenuntergang wird uns so mit direktem Blick geboten.

Mittwoch, 18.08.04,

In Nyksund erwachten wir mit einer wundervollen Sonne am frühen morgen, eigentlich genau so wie am Vorabend. Nach ausgiebigen Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und fuhren über die wirklich grausame Schotterpiste zurück nach Myre. 


Eigentlich sollte der  südlicheriche Teil der Vesterälen noch genauer erkundet werden. Entweder lag es darin, das wir auf dem Weg nach Bö schon genug wundervolle Fotomotive im Kasten hatten oder auch wirklich ausgereizt waren. Zuerst ging es nach Hovden, allerdings schon über Nykvog. Von weiten ein sehr wirksames Fotoambiente, aber um so dichter man kam, irgendwie war alles das selbe was man vorher schon irgendwo auf der Lofotentour gesehen hatte. Ich denke mal, mit der Meinung waren wir nicht alleine, den auch andere Womo-Fahrer waren mit uns und drehten einfach ab.


Der nächste Zielort war Straume auch auf Bö, aber wir drehten dann einfach um. Wir hatten noch Lust zum Angeln, liessen uns von dem Schulze´n  Reiseführer leiten. Mmmh, stellten dennoch fest, das er einfach kein Angler war, sein angepriesener Straumen bei Storvik war einfach keiner, jedenfalls hatten wir keinen Fisch am Haken.

So ging unsere Tour kurzerhand gen Süden, wiedermal der Heimat ein Stückchen entgegen. Kurz vor der Fähre von Lödingen nach Bognes aufs Festland entdeckten wir dann einen Straumen mit einer natürlichen Gewalt durch eine Meerenge hindurch. Unter einer Brücke standen die Angler, vermutlich wohl alles alte Norweger. Sie frönten dem Lachsangeln, wir fuhren über die Brücke und drehten auf der anderen Seite bei, weil dort kein Parkplatz zu finden war. Dann erblickten wir wieder diese drei alten Norweger, und einer von diesen war im mächtigen Drill.

Ich kenne mit den Jahren viele Angler und weiss wie sie zu wissen ein Fisch auszudrillen. Aber hier war es Genuss zu zuschauen. Dieser alte Norweger drillte diesen schönen Lachs bis zur absoluten Ermüdung und mit einem gekonnten Kiemengriff konnte er diesen ohne Kescher oder Gaff sicher an Land heben.

Wir hingegen versuchten natürlich auch unser Glück mehr schlecht als Recht. Zwei Blinker blieben auf dem Grund, ein 1kg Dorsch wurde hingegen gleich filetiert und ins Eisfach gesetzt. Jedenfalls waren es wieder Lehrstunden für mich bei den Norwegen, die Zeit und Musse macht es, nicht das schnelle Geschäft. 


Als wir in Lödingen ankamen wartete schon die Fähre nach Bognes auf uns, für 278 Kr.. wurden wir nach 45 Min. Fahrt übergesetzt. Jetzt galt es ein Abendlager zu finden, in Bognes fand sich keine Gelegenheit dazu, wir nahmen den ersten Abstecher  nach links nach Kalvik, weitere Lesende sollten den Versuch nicht wagen, denn er führt einen in die unendliche Wildnis zu einem stickenden Strand auf Tysffjord. Die nächste Abfahrt hingegen über Drag, wo die Fähre nach Kjöpsik übersetzt, die lohnte sich. Nicht direkt oder oberhalb des Fähranliegers war etwas zu finden, nein !

Richtung Helland ging es zum Samen Rundfunksender NRK Sami, auf dem Parkplatz fanden wir eine ruhige Stätte zum nächtigen. Und das mit direktem Blick auf den Orca verdächtigen Blick des Tysffjorden.


 
Donnerstag, 19.08.04,

Drag läutete insgeheim die Rückfahrt ein. Wir wussten das das Wetter schlechter werden sollte, unser nächstes Ziel war dann Fauske. Dort wurde ent-.und versorgt, getankt und weiter ging es. So versuchten wir über den Schulzen Reiseführer einige nette Stellplätze gen Süden zu finden, leider vergeblich.

Am Polarkreis machten wir einen ausgiebigen Stop. Kaffeepause war angesagt, mittlerweile plesterte es vom Himmel. Nach guten norwegischen Pfannkuchen, Seter Römme und Preiselbeermarmelade statten wir dem Museum und dessen Nebenräumen einen Besuch ab.

Freude speziell Kinder, für die ich jahrelang den Weihnachtsmann spielte, werden sich um die Weihnachtszeit nicht wundern, Post direkt aus Norwegen zu bekommen.

Unser Ziel für diesen Tag war die nähe des Gletscher Svartisen. Eine etwas längere Tour gen Süden, die uns aber der Heimat schon ein bisschen Näher brachte. Kurz vor Mo I Rana am Langvatnet fanden wir ein nettes Stellplatz für die Nacht.


 
 
Freitag, 20.08.04,

Von unserem Stellplatz fuhren wir dann weiter dem Fluß entlang Richtung dem Gletscher Svartisen. Man sieht links vom Fluss schon eine große Hängebrücke, scheinbar lenkt es viele Womo-Fahrer ab und dann kracht es auch schon, denn die Stützseile hängen in die Fahrbahn. Hat jemand dieses nicht erkannt, so wird es einige heftige Schrammen im Dach geben. Wir haben uns für die nächst höhere Grotte entschieden. Die Anfahrt ist zwar sehr steil, aber oben finden wir einen netten Parkplatz. Oben angekommen schauten wir dort ins Cafe, es ähnelt er einen kleinen Berghütte mit Gastronomie. Der Wirt, der gleichzeitig der Guide der Grönligrotta ist, teilte uns mit, das es 80 Kr. pro Person kostet. Im August wurden anscheinend die Zeiten verändert und  die Zeiten waren 11:00, 13:00, 15:00 und 16:00 Uhr.


 

Unsere Gruppe war zum Glück sehr klein, der Guide machte uns darauf aufmerksam, das aufgrund der vielen Regenfälle in den letzten Tagen angebracht sei, lieber wasserfestes Schuhwerk zu tragen. Von der Hütte bis zum Eingang war es nicht weit. Es war schon spannend in so einen dunklen Schlund hinab zu steigen. Diese Höhle wirkte ehr natürlich auf uns, da wurde nicht groß was befestigt oder was in den Fels geschlagen. Hier und da eine Stahlleiter, die erklommen werden mußte, dort eine Brücke die über einen unterirdischen Fluss ging. Ein bischen da Bücken und ein bischen hier durch zwängen, alles war ein bischen abenteuerlich. Es lohnt sich hier einen Besuch zu machen. Die Führung dauerte ca. eine knappe Stunde.


Von dort fuhren wir nach Mo I Rana, unten am Touristbüro hatten wir die Möglichkeit kostenlos zu parken, einen Parkschein erhält man an der Tourist-Info. Eigentlich ähneln sich die norwegischen Städte, diese sollte die dritt größte Norwegens sein ? Ein kleine Einkaufsstrasse mit vielen kleinen Passagen, die miteinander verbunden sind, alles führt dann Richtung Hafen. Auf jedenfall sollte man sich nicht den Besuch der kleinen Altstadt, dem sogenannten Moholmen entgehen lassen. Hier stehen die alten kleinen bunten und bewohnten Häuschen nett aneinander gereiht, da findet man immer das passende Fotomotiv.

Für den folgenden Tag hatten wir uns die Wanderung zum Gletscher Svartisen (Schwarzes Eis) vorgenommen, daher hielten wir es für angebracht, schon am Abend dort auf den Parkplatz zu fahren und dort zu nächtigen. Auf der Fahrt dort hin, blinkte eine Leuchte im Sprinter Cockpit, die Bremsleuchte !! Ich hatte doch aber vor Fahrtantritt selbst die Bremsen gecheckt ? Nunja, wir haben ja das Handy, rufen wir doch einfach mal einen guten Freund an, der KFZ-Meister ist. Leider vergeblich, wir hatten kein Funknetz. Nach weiterer Fahrt liess sich aber feststellen, das der Bremsdruck zwar ein bischen nachgelassen hat und die Leuchte nur dann aufleuchet, wenn man die Bremse betätigt. Die Vermutung war auf Verschleiss zurrück zu führen.
Dort auf dem Parkplatz angekommen, sahen wir noch, wie ein Boot zurück kam, und Wanderer vom Gletscher aus abgeholt hatte. Bei unserer Ankunft fing es an zu regnen. Wir gesellten uns zu einigen anderen Wohnmobilen.


 
Samstag, 21.08.04,.

Am morgen hatten wir aus unserer Sitzecke einen traumhaften Blick auf den See und den Bootsanlieger, leider stört nur das prasseln des Regens auf dem Womodach. Nach ausgiebigen Frühstück beobachteten wir draussen das Treiben. Eine norwegische Trekkinggruppe kam mit Ausrüstung für eine Gletscherwanderung an. Richtig professionell gekleidet, konnten denen der Regen nichts anhaben, sie starteten mit dem ersten Boot um 10:00 Uhr.

Wir hingegen wollten nicht die Tour mit dem Boot zum Svartisen machen, sondern den Wanderpfad dort hin in Angriff nehmen, daher warten wir noch ein 1 1/2 Stündchen  bis es aufhörte zu regnen. Es sollten 8 km für die einfache Tour sein, endlich war es trocken ! Den Rucksack mit der Kamera und einigen Utensilien gepackt und auf gings. Der Pfad war sehr sehr schmal, so das wir gleich anfangs nasse Hosenbeine von dem reinhängenden Gras und Ästen bekamen, endlich mal die Möglichkeit unsere Outdoorklamotten mal auf Herz und Nieren zu prüfen. Es ging über kleine nasse Moore, ein paar Kletteraktione, viele Bachüberquerungen und immer entweder kurz oberhalb des Sees und auch mal direkt am See entlang. Bis zum Anleger des Bootes brauchten wir ca. 1:35 Min. Fazit: Hosen klitschenass, und feuchte Füsse in den guten Meindl Schuhen, vielleicht lag es daran, das letztere schon fast 10 Jahre alt sind.

Jedenfalls stellten wir fest, das die Hose wirklich sehr schnell abtrockneten und trotz ihrer Restfeuchtigkeit keinen kalten Wind durchliessen. Die Wanderung ging jetzt über den blanken Fels, mit Blick auf einen großen weiteren Gletschersee, wo schon die ersten Eisbrocken schwammen, vorbei an einem tosenden Gletscherfluss konnten wir die Gletscherzunge nach weiteren 40 Minuten das erste mal sehen. Einen wundervollen Anblick hatte man, das Eis wirkte Blau und Grün und alles mächtig gross. Die Trekkinggruppe von 10:00 Uhr war gerade dabei, sich im Eis zu üben. Leider setzte wieder der Regen ein, alles kam ins blasse Licht und auch wir waren jetzt auf dem Tiefstpunkt angekommen und sagten uns, wir nehmen das Boot zurück. Trotzdessen hatte sich dieser Ausflug auf jedenfall gelohnt.

Auf dem Parkplatz wieder angekommen entschieden wir uns dort eine weitere Nacht für 30 Kr. zu übernachten..
 
Sonntag, 22.08.04,

Unsere weitere Fahrt führte uns erst einmal aus dem Tal heraus auf eine Tankstelle, hier wurde der Wagen näher untersucht wegen dem Bremsenproblem, nach dem wir mit unserem Freund telefoniert hatten, waren wir  beruhigt das sich wohl alles auf den Verschleiss der Bremsbeläge rauslief. Angelblich sollte man je nach Bremsvermögen noch bis zu 3500 km mit diesen fahren können und bis nach Hause mit Umwegen sollten es noch knapp 2000 km sein, das müßte reichen.


Der Weg führte uns dann weiter an der E6 in südlicher Richtung, unterwegs machten wir einen Abstecher an einem großen Wasserfall, dem Laksfoss. Es ist schon beeindruckend, sich dieses Naturschauspiel anzuschauen. Immer wieder eine sehr abwechslungsreiche Landschaft bot uns, hier durch kleine saftig grüne Täler und dort wieder über das karge Fjell. In Grong fanden wir direkt am Fluss einen netten Stellplatz an einer Badestelle. Dort beobachteten wir, wie einige Fliegenfischer gerade einen großen Lachs aus dem Wasser zogen.


 
Montag, 23.08.04,

Im ortsansässigen Touristbüro erkundigten wir uns nsere weitere Fahrt führte uns erst einmal aus dem Tal heraus auf eine Tankstelle, hier wurde der Wagen näher untersucht wegen dem Bremsenproblem, nach dem wir mit unserem Freund telefoniert hatten, waren wir beruhigt das sich woh über die Gegend. Wir entschieden uns dafür an die Küste nach Namsos zu fahren. Unsere Vorräte mußten ergänzt werden. Der Weg dort hin führte uns am bekannten norwegischen Lachsfluss dem Namsen entlang.Hier wurde uns für die Innenstadt ein Maut von 30 Kr. für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen erhoben bevor wir diese befahren durften. Auch hier wieder das gleich Bild, eine kleine kalt wirkende Stadt. Von Namsos aus fuhren wir weiter nördlich auf die Halbinsel Elvalandet, unter der dritten Brücke fanden wir einen schön gelegenden Stellplatz.

Den Nachmittag verbrachten wir mit  glückloser Angelei unter der Brücke, wo sich durch die Gezeiten ein starker Strom bildete, stark abfallende Kanten machten uns neugierig, leider alles ohne Glück.

Dienstag, 24.08.04,

Irgendwie wurden wir beide sehr früh wach ! Die Sonne schien, aber leider zu kalt um draussen zu frühstücken. So genossen die Sonne ein bisschen wärmer eingepackt im Liegestuhl noch für einige Zeit, bevor uns die Fahrt nach Hause wieder rief.  Nächster Stop sollte Trondheim werden. In der Zwischenzeit fanden wir noch eine nette Badestelle nicht unweit der E6, wo wir ebenfalls noch einige Stündchen in den warmen Genuss kommen durften. Wir schienen nach dem schlechten Wetter ganz schön sonnenhungrig zu sein. Gegen 18:30 Uhr kamen wir über Nebenverkehrswege nach Trondheim rein. Mautpflichtig ist es dort nur von 6-18 Uhr. Die angegebenen Stellplätze waren mittlerweile alle mit Verbotsschildern versehen, nur der eine 3 km von der Innenstadt weg am Ringve Museum war noch gestattet. So hatten wir dann was für die Nacht gefunden.

     
 
Mittwoch, 25.08.04,

Der Stellplatz war sehr ruhig, der unmittelbar an einer Badestelle lag, aber doch nicht zu sehen. Mit dem Mobil fuhren wir in die Nähe der Innenstadt und den Rest ging es dann zu Fuss. Beeindruckend war die Alte Werft im Nedre Elvehavn, die zu einem netten Einkaufszentrum umgebaut worden ist. Draussen überdacht mit vielen kleinen Cafés und Bistros, dann am Fluss entlang stehen beidseitig des Ufers die alten Bryggehäuser, weiter zur alten Nidarosdom, welches zu Norwegens Nationalheiligtum zählt. Dort wo sich die königliche Familie Norwegens trauen, taufen und alles weitere lässt. Dann weiter durch die netten Einkaufsstrassen, die teilweise aus den alten Häusern errichtet ist. Der Stiftsgarden, der Sitz der königlichen Familie, sofern sie in Trondheim ist. Eine nette Einkaufsstadt, die zum Verweilen einlädt. Zum Ausgangspunkt zurück gelangen wir wieder in Richtung der der Bryggehäuser an der Nidelva, dort über die alte Brücke “Gamle Bybro” gelangen wir in den alten Stadtteil Bakklandet, hier versinkt man ein bisschen in Nostalgie.

Am Nachmittag setzen wir mit platten Füßen unsere Heimfahrt fort. So kamen wir noch bis Oppdal, dort fanden wir auf einem Parkplatz einer Skistation


  
 
Donnerstag, 26.08.04,

Ein wundervoller Blick morgens über das gesamte Oppdal, aber es half nichts wir mussten weiter und heute Kilometerfressen. Wieder eine völlig andere Natur, hier die krassen Schluchten, dort das Fjell, alles einfach beeindruckend, das soll erst einmal verarbeitet werden. Das Dovre Fjell ist wirklich einladend, schade das wir keine Zeit mehr haben. Auch Moschusochsen soll hier es hier noch geben.

Mit Oslo hatten wir Pech, ausgerechnet zum Feierabendverkehr gelangten wir dort hin, es dauerte schon eine ganze Zeit, bis wir die E6 weiter in Richtung Göteborg fahren konnten. In Moss wurden noch einmal norwegischer Proviant zugelegt und dann ging es über die Grenze bei Halden/Svinemund.

Von der E6 abgebogen kamen wir in die kleine schwedische Stadt Strömstad, klein und nett wirkte sie auf uns, aber wir sollten noch einen Platz für die Nacht finden. So fuhren wir auf einige Schären auf dieser Insel, über all auf Badeplätzen und Parkplätzen war das Übernachten mittlerweile verboten. Glück hatten wir in der Nähe von Sännas, dort fanden wir einen netten Platz mit Blick auf einen kleinen Ort, dessen Hafen und die Schären.    


 
 
Freitag, 27.08.04,

Der morgendliche Blick in die Ostschären war ein Hochgenuss, dazu schien doch tatsächlich mal wieder die Sonne, hier und da die dümpelnden Boote, die roten Fischerhäuser an den Schärenfelsen. Von diesen Anblicken kann man einfach nicht genug bekommen. Komisch wir sind in Schweden und irgendwie fühlen wir uns hier gleich wieder wohler.

Zum Glück hatten wir ja noch ein bisschen Zeit, so unternahmen wir noch eine kleine Erkundungstour entlang der Schären, zuerst nach Grebbestad. Ein Parkplatz direkt am Hafen, nette Gassen und die Vorräte werden mit schwedischen Leckereien aufgefüllt. Ein Spaziergang lohnt sich hier auf jeden Fall. So kamen wir nach Fjällbacka, ein kleiner niedlichen Schären Ort, wo auch schon Ingrid Bergman ein Teil Ihrer Ferien verbrachte. Auch wieder überall diese bunten hübschen Häuschen die sich traumhaft in die Schärenlandschaft einpassen. Ein kleiner Pfad führt auf einen kleinen Felsbrocken, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf die weitläufige Schärenlandschaft hat.

Endlich mal sind es angenehme Temperaturen und man kann nach diesen kalten Wochen endlich wieder im Polohemd rumlaufen. Der nächste Ort an der Küste war Hamburgsund, und jetzt ging es wieder mit dem Regen los. Ein Aussteigen lohnte nicht, der Himmel zog sich zu und daher setzen wir die Fahrt an der Küste fort. Als letzten Ort besuchten wir Hunnebostrand, bevor wir nach Uddevalla weiterfuhren.

Uddevalla kann nicht gerade mit einer schönen Einkaufspassage aufwarten, es liegt halt auf dem Weg nach Göteborg, daher statten wir der Stadt einen kleinen Besuch ab.

Abends finden wir schwer einen Übernachtungsplatz und nähern uns so immer mehr ungewollt Göteborg. So wählen wir die Strecke über die Insel Tjörn. Auf dem Parkplatz in Skärhamn fanden wir eine Bleibe.

Abends fegt ein heftiger Sturm vom Wasser herüber, so beschliessen wir, das wenn am nächsten Tag keine Wetterbesserung einsetzen sollte, das wir den Weg auf die Fähre direkt nehmen werden.

Diesen Abend lassen wir bei einer guten Flasche Weisswein und Rekern ausklingen.
 
 
Sonnabend, 28.08.04,

Der Blick aus dem Fenster sagte uns, das wir recht hatten, das Wetter hat sich nicht mehr geändert. Draussen ist es zwar trocken, aber dennoch kalt. So wie jeder unser Skandinavienurlaube endete auch dieser mit dem Rückweg über Göteburg via Fähre nach Frederikshavn und dann die restlichen Kilometer nach Kiel.  


  
 

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