Freitag, 08.08.03
Diesmal fing der Urlaub ein bischen später an als gewohnt. Ich musste am Freitag Abend noch bis 22:15 Uhr arbeiten, dann direkt schnell nach Hause und kamen wir erst um 22:55 Uhr aus Kiel los. Es war für uns klar das wir nicht mehr soviel schaffen konnten, aber wichtig war für uns, erst einmal aus Kiel herauszukommen.
Kurz hinter Hannover zeigte der stressige Tag sein Opfer und die Müdigkeit forderte uns auf eine Schlafgelegenheit zu finden.
Info: Während der Ferienzeit kam aus auf den norddeutschen Autobahnrastplätzen wieder vermehrt zu Gasüberfällen in Wohnmobilen und Wohnwagen. Wir meiden diese Übernachtungsmöglichkeit generell, da immer mal hier und da ein netter Stellplatz oder eine ruhige Seitenstraße zu finden ist.
Samstag, 09.08.03
Um 06:25 Uhr ging es wieder auf die Piste, wir wunderten uns das der Abendverkehr schon extrem stark war ! Ferienanfang da und Ferienende hier. Der ADAC hatte schon Stauprognosen aufgestellt nach der wir unsere Strecke neuplanten. Diesmal über Würzburg, Heilbronn und über Stuttgart, Pforzheim und dann auf die A5 Richtung Breisgau.
Aber unterwegs stoppten wir in Kornwestheim und shoppten mal wieder ein bisschen im Outlet bei Salamander in der Stammheimerstraße 10. Unter anderem findet man hier auch Sioux, Apollo und andere Sorten. Eine sehr reichhaltige Auswahl !
Ich denke mal über das Wetter brauch ich ja nichts mehr zu schreiben, da es jeden bekannt ist, das 2003 halt nun mal ein sehr heißer Sommer war.
Von dort aus ging es direkt auf die französische Autobahn Richtung Lyon. Gegen 20:00 Uhr trudelten wir in Baume les Dames ein. Hier am Kanal dachten wir, fanden die Ruhe nach einem kilometerreichen Autobahntag.
Dort standen wir diesmal oberhalb der Straße auf der Wiese mit noch ca. 5 anderen Mobilen, da die untere Reihe an der Ent- u. Versorgungstation belegt war. Bis gegen 20:30 Uhr reihenweise Zigeunergespanne auftauchten und es sich hinter uns gemütlich machten. Irgendwie ein mulmiges Gefühl. Man konnte anhand der Neugierde der anderen Camper feststellen was in ihren Köpfen vorging. Einige packten zusammen und reisten ab, andere sicherten nun ihr Hab und Gut.
Uns wurde es mulmig, als sich direkt zwei Gespanne neben uns stellten. Allerdings fragten sie auch, ob der Abstand nicht zu nah wäre. Freundliche Menschen, nette Kinder die uns mit einem süßen aber netten und schüchternen Bonjour begrüßten. Man muss schon sagen, eine ganz schöne Hektik verbreiteten die ca. 15-17 Gespanne. Aber die gesamte Familie fasste mit an und so entstanden schnell kleine Lager. Hier und da loderte der Grill auf und das Interessanteste war eigentlich, als aus dem einen Zugfahrzeug eine Glucke mit Ihren zwei Küken gesetzt wurde. Ein bisschen Heu dazu und schon wussten sie, wo ihr zu Hause war.
Um ehrlich zu sein, wussten wir nun nicht was wir machen sollten. Aber warum denn immer gleich mit einem großen Vorurteil reingehen. Also beschlossen wir unseren Platz nicht zu verlegen und schliefen ruhig und müde von der Fahrt ein.
Sonntag, 10.08.03
An diesem Tag war das Ziel der spanischen Grenze ein großes Stück näher zu kommen. Wir blieben trotz der immensen Autobahngebühren auf dieser. Bis Lyon eine ruhige entspannende Fahrt. Dann begann wohl die Zusammenführung einiger Autobahnen aus Italien und aus dem Norden Frankreichs, der Verkehr wurde hektischer, ließ aber trotzdem eine ruhige Fahrt zu. Da wir auch erst gegen 09:00 Uhr loskamen sollte dieser Autobahntag nicht allzu lang werden. Gegen 17:30 Uhr fanden wir am Etang direkt vor Leucate-Villages einen ruhigen Stellplatz, der wohl unter Surfern sehr bekannt sein muß. Ein terassenförmiger Platz direkt am Etang unterhalb der Straße, der starkfrequentiert war. Komisch, aus gerechnet hier finden wir einen Platz neben einem Kieler und Itzehoer Wohnmobil. Die Welt ist klein !
Montag, 11.08.03
Unser heutiges Ziel war Andorra ! Gegen 10:00 Uhr kamen wir in Leucate los und fuhren den Etang entlang bis Perpigan. Von hier auf die N116 Richtung Andorra. Wir waren sehr beeindruckt von den den ersten Ausläufern der Pyrenäen. Sie zeigten sich wunderschön entlang der gut ausgebauten Nationalstraße.
In Prades wurden noch einmal die Vorräte im Supermarkt und bei Lidl aufgefüllt, bevor es in den Anstieg zum Col de Puymorens ging. Wir wählten die kostenfreie Passage über den Pass, der Tunnel nach Andorra ist kostenpflichtig. Oben in schwindelnder Höhe angekommen pausierten wir erst einmal. Bevor die Fahrt uns weiter führte. Mitten in den Bergen Stau !! Was ist das ? Alle auf der Anfahrt die auch nach Andorra wollten, aber über die N20/E9 kamen. In Pas de la Casa/Andorra, also unmittelbar hinter der Grenze auf über 2000 Meter eine riesige Einkaufsstadt, alles Zollfrei und man kann sich nicht vorstellen was da vor sich ging.
Wir wollten aber direkt nach Andorra und schraubten uns auf 2408 Metern hoch bevor die Abfahrt ins Tal begann.
Es war schon ein Problem mit dem Camper einen Parkplatz zu finden. Am südlicheren Ende der Stadt fanden wir einen Großparkplatz, schnell noch umgezogen um noch einige zollfreie Artikel einzukaufen.
Eine hektische doch sehr belebte teilweise durch moderne Architektur bestimmte Stadt wo der Tourismus die Überhand gewonnen hat.
Nach dem Einkauf staute sich der Verkehr bis zur spanischen Grenze. Gegen 20:00 Uhr passierte wir diese endlich, aber nicht ohne Kontrolle der Zollbeamten. Hier eine Klappe öffnen, dort den doppelten Boden öffnen und den Zöllner in den Innenraum lassen, bevor die Fahrt dann Richtung La Seu weiterging. Es war nicht so einfach einen Stellplatz zu finden, wir fuhren zwar an zwei Campingplätzen vorbei, die uns aber nicht lagen. So fuhren wir dann planmäßig über die K511 bei Col de Nargo in die Berge.
Was uns hier erwartete war eigentlich von einem anderen Stern.
Erstens war die Strecke über 23 km im Bau, zweitens wurde es dunkel und drittens waren wir hier völlig auf uns gestellt. Wir waren schon die ersten 6 Kilometer gefahren, als wir uns sagten, wir fahren nicht zurück. Es konnte ja nur noch besser werden. Aber die Straße entlang eines wunderschönen Canyons war im Bau und sehr schlecht zu befahren und so fuhren wir teilweise nur mit 15-20 km/h über diesen Paß. Susanne bekam es schon mit der Angst zu tun und sagte mir, lass uns nur von dieser Strecke runterkommen. Nicht gesicherte Straßenränder, wo es einige hundert Meter in die Schlucht runterging, dazu noch entgegenkommende Fahrzeuge auf dieser schmalen Straße ließen alles doch sehr abenteuerlich wirken. Leider machten wir auf dieser Fahrt keine Fotos, da die Dunkelheit Einzug nahm. Traumhafte Eindrücke mit ängstlichen Gefühlen wechselten sich andauernd ab, wann wir wohl hier wieder draußen sein werden ? Ich glaube gegen 23:00 Uhr stellten wir uns einfach an einen Seitenstreifen in Isona , wo die K511 auf die C 1412 trifft.
Ein paar Gläser Rosewein ließen uns dann die Nacht doch ruhig und seelig überstehen.
Dienstag, 12.08.03
Am Morgen merkten wir in Isona, das doch hier und da die älteren Menschen auf uns Aufmerksam geworden sind und unser Mobil aus sicherer Entfernung begutachteten.
Dadurch ließen wir uns aber nicht beirren und nach dem Frühstück ging es dann über die C 1412 nach Tremp.
Wir überfuhren einen kleinen Pass und bevor wir in Tremp angelangten überholte uns noch ein britischer Geländewagen mit Wohnwagen mit einen sehr hohen Tempo. Der kleine Wohnwagen holperte und flog nur so über die Fahrbahn. Insgeheim mussten wir beide lachen, und stellten uns vor, wir dieser Wohnwagen wohl von innen nach dieser Fahrt aussah. Dann schlängelte sich die N230 genüßlich in gutem Zustand durch die wunderschöne Berglandschaft.
Unser erster Stop, der uns nachdem wir rechts auf die N123a nach Graus abbogen bei Kilometer 31,6 km zu einer Mineralwasserquelle führen sollte. Aber leider war hier ein hoher Zaun gezogen und die Quelle dazu versiegt, bzw. da diese aus einer beschlagenden Steinfigur mit Messingöffnung abgestellt worden ist.
Für uns ging es dann direkt nach Graus hinein, wir erblickten die alte Römerbrücke, die sich über den ruhig mit sehr wenig Wasser führenden Rio Esera streckte. Ein Parkplatz war sehr schnell gefunden. Die Geschäfte machten gleich zu, denn es war kurz vor 13:00 Uhr und wir brauchten ja noch etwas zu Essen. Anschließend bummelten wir durch die faszinierende Altstadt und betrachteten uns erstmals in aller Ruhe den spanischen Baustil. Über all kamen die Rentner aus ihren Häusern und gesellten sich für einen Plausch zusammen.
Wieder Richtung Süden auf der N123 schlängelten wir uns an der Rio Esera-Schlucht entlang und stoppten bei einer kleinen Haltebucht vor einen roten Tunnel bei Kilometer 16,5 km. Ein kleiner Pfad führt uns zu einer hübschen Brücke, die hier die Schlucht überspannt. Hier und da suchten wir vergeblich nach einem Schatten spendenden Parkplatz, aber die Sonne erwartete uns draußen mit ca. 38°C in flimmernder Hitze und so blieben wir doch lieber in unserer klimatisierten Fahrerhauskabine.
So fuhren wir über Barbastro, weiter über die nördliche Umfahrung von Huesca auf die A132. Hier wirkte alles wie Steppenlandschaft, das Getreide war abgeerntet, links von der Straße die Steppe und rechts türmten sich das Vorgebirge der Pyrenäen auf.
Kurz vor Quinzano erblickten wir auf der linken Seite sehr viele kreisende Vögel , die sich allmählich auf den Boden gleiten ließen. Sollten das Geier sein ? Also nichts wie raus mit dem Fernglas ! Tatsächlich, es waren bestimmt über 50 dieser Vögel, vermutlich lag dort irgendwo in der Steppe Aas, über das sie sich hermachten. Jedenfalls verblieben wir einen Augenblick auf dem Seitenstreifen und schauten uns dieses Spektakel an.
Nach einiger Zeit erblickten wir auch schon die Los Mallos, eine wunderschöne Felsformation. Weiter zog die Straße sich auch durch kleine Täler, wo sich er Rio Gallego schlängelte bevor wir in Murello de Gallego erschöpft den Campingplatz erreichten.
Der morgige Tag sollte uns dieser faszinierenden Gegend ein bisschen näher bringen und so verbrachten wir doch erschöpft von der Fahrt und der Hitze den Abend einer Gläschen Havanna Club.
Mittwoch, 13.08.03
Susanne hatte eine Tour mit dem Roller am Vortag ausgearbeitet, die uns nördlicher bringen sollte. Entlang an der wunderschönen Schlucht des Rio Gallego, wo sich Rafter und auch Angler ihrem Hobby frönten. Wir gelangten dann an den Embase de la Pena. Auf der linken Seite hinter der mit Metallgittern verstrebten Brücke kurz vor einer Bar befanden sich gleich einige Stellplätze direkt an dem Stausee aber für uns wäre die schotterige Abfahrt nicht fahrbar gewesen. Es ging dann weiter über einen Pass bei 864 m und wir erblickten wieder eine weite flache Landschaft bis zu den Pyrenäen. Unser Weg sollte uns nach bei Puente de la Reina de Jaca über die A176 nach Hecho führen. In Höhe der nach rechts abbiegenden HU212 findet man unten am Rio Aragon Surbudan wieder einen kleinen Parkplatz mit Bademöglichkeit in ein paar Wassergumpen, dort standen auch zwei Mobile, die sich den Badespaß gönnten, denn mittlerweile hatten wir auch schon wieder 35°C.
In Hecho erwartete uns ein kleiner Markt, den wir natürlich gleich erstmal begutachten mussten. Danach bummelten wir durch die wunderschönen Gassen, dieser Besuch lohnte sich ! Mal keine Alpentourismus – Szenerie, sondern eine ganz andere Bergwelt und Menschen, die einfach >>Mehr<< hat.
Mit dem Roller schlängelten wir uns über Siresa in das Valle de Hecho zur Boca del Infierno (Höllenschlucht) Zwar für Wohnmobile ein bisschen eng, aber hier und da wagten sich doch einige auf der schmalen befahrbaren Straße, die sich entlang der Felsen auf der anderen Seite schlängelte und gegenüber der steilabfallende Seite. An der Casa Forestal entlang bis zum Wanderparkplatz konnte man die Straße auf Asphalt befahren. Am ersten Wanderparkplatz bei einem verlassenden Campingplatz gibt es genügende Bademöglichkeiten im Fluss. Ein kleiner Imbiss versorgt dort auch die Wanderer und Tagesgäste. Ein Plätzchen zum Verweilen, wir fuhren trotzdem ein bisschen weiter über den asphaltierten Weg entlang des sich dahin windenen Gebirgsbach zu einem weiteren Wanderparkplatz Selva de Ossa. Von hieraus hat man einen faszinierenden Blick auf die Bergwelt und kann von dort seine Wanderungen starten. Wir fuhren lieber wieder ein bisschen zum Gebirgsbach zurück und genossen ein kühles Bad in dem Rio Aragon de Surbodan.
Zurück kurz hinter Hecho über die A176 in Richtung Anso quälten sich einige Mountainbiker die Serpentinen Schweiß durchtränkt die Berge hinauf. Hier sollten wir eigentlich ein paar Geier entdecken aber diese genossen wohl ehr die Siesta. Ein kleiner Abstecher führte uns nach Anso und kurz vor dem niedlichen Dörfchen auf einem Fels erblickten wir dann die ersten beiden Geier in luftiger Höhe. Wie gerne würden wir beide diese einmal von etwas näher mit dem Fernglas beobachten, aber es sollte ja noch kommen.
Im Valle de Anso in südlicher Richtung bei der Foz de Biniez, eine wunderschöne Enge Schlucht mit wilden Felsformationen, erblickten wir die Geier wieder hoch am Himmel kreisend. Aber dann segelten sie sogar anmutig in die Schlucht hinab und wir hatten sie Möglichkeit sie mit dem Fernglas in aller Ruhe zu beobachten. Hier und da flogen sie ihre Brutplätze an. Wir sprechen hier nicht von 1-2 Paaren, nein ob man es glaubt oder nicht, es war bestimmt an die 50 Vögel. Es war ein einmaliges Naturschauspiel für uns, was wir sogar fotografisch festhalten konnten.
Zurück ging es dann entlang des Rio Veral wieder über Puenta de la Reina de Jaca zu unserem Campingplatz, dort erwartete uns noch ein abkühlendes Bad im Swimmingpool und eine leckere Paella im Campingplatzrestaurant.
Donnerstag, 14.08.03
Nach dem Frühstück sollte ein bischen Strecke geschafft werden, damit wir der Küste in Asturien näher kommen sollten.
Es ging weiter über Puente la Reina de Jaca über die N240 entlang am Yesa-Stausee, dieser hatte selbst bei diesen Temperaturen nur noch wenig Wasser, so das schon einige Baumstümpfe zu erblicken waren. Eine kurze Kaffeepause auf einem Parkplatz an einem Aussichtspunkt ließ uns die Erosionslandschaft näher bringen und dabei ein paar Fotos einfangen.
Unser nächstes Ziel war Eunate und der erste Kontakt mit dem Jakobsweg, auf dem die Pilger nach Santiago de Compostella wandern. In der kleinen Pilgerkirche Eunate finden wir unter den Pilgern ein bisschen Ruhe bei andächtiger Flötenmusik.
Der Weg führt uns dann weiter durch das Navarra, leider fanden wir während der Siesta-Zeit keine offenen Bodega’s um Weine zu degustieren, teilweise haben diese auch in der Zeit von Juli bis August Betriebsferien und so kommen wir zu keinem Einkauf.
Unser nächstes Ziel war die Pilgerbrücke in Puente la Reina. Ein kleiner Bummel durch die hübsche Altstadt und die Fahrt ging weiter über die N111 bis zur weitläufigen Stadtumfahrung von Logrono. Auch die Weiterfahrt durch das La Rioja ließ uns keinen Weineinkauf tätigen. Also sollte in den nächsten Stunden ein Übernachtungsplatz gesichert werden.
Über die N124 bis kurz vor Hajo gingen wir linker Hand auf die N232, entlang des Flusses Ebro stießen wir auf die Stadt Ona. Wir benötigten noch ein paar Lebensmittel und parkten auf dem kurz vor dem Ort ausgezeichneten Parkfläche, da der Ort wohl ein bisschen zu eng für Wohnmobile ist.
Überall kleine niedliche Gassen, wo sich das einheimische Leben abspielte. Irgendetwas spielte sich in der großen romanischen Kirche ab. Das Treppenportal war mit Fähnchen ausgeschmückt und Susanne wurde neugierig, was sich da wohl abspielte? Das eiserne Tor war verschlossen, aber zwei junge Männer kamen aus der Kirche und öffneten dieses. Also ein Zeichen für uns doch mal dort hinein zu gehen. Im Eingang kam uns wohl der Küster entgegen und sagte auf Spanisch, das keine Begehung möglich sei. Wir verstanden ihn zwar verbal nicht, aber wussten was er meinte. Er nahm sich wohl ein Herz für uns beide und führte uns mit seinen spanischen Ausführungen durch diese wundervolle Kirche.
Innen drin sollte am Abend eine Oper aufgeführt werden und wir kamen zu Licht und Tonproben gerade rechtzeitig. So erlebten wir diese wundervolle Kirche und ihres traumhaften Innenlebens in gestalterischem Licht, Nebel und Opernmusik. Alles sehr eindrucksvoll ! Der spanische Herr führte uns durch fast jeden Raum und selbst nach vielen langsamen Erklärungen erkannten wir, was er uns damit sagen wollte. Die Geschichte dieser Kirche anhand von Ausgrabungen und Funden. Wir bedankten uns vielmals bei ihm bevor wir unsere Einkäufe tätigten und auf der der N232 bis zum Ebro Stausee kamen.
Am nördlichen Ufer führte uns der Weg Richtung Reinosa. Auch hier hatte dieser Stausee wenig Wasser. Beeindruckend war für uns diese kahlen grünen Wiesen, wo hunderte von Pferden am Abend am grasen waren. Reinosa gefiel uns nicht so und als Übernachtungsort auch nicht geeignet. So beschlossen wir zu einer romanischen Kirche nach Retortillo zu fahren. In diesem Ort befand sich ein römisches Ausgrabungszentrum und auf diesem Parkplatz ( Stellplatz) nächtigten wir in aller Ruhe.
Freitag, 15.08.03
Erst am Morgen erkannten wir die Schönheit des Stellplatzes, ein wundervoller Blick auf den Ebro-Stausee. Nach dem Frühstück bummelten wir noch zur kleinen hübschen Kirche und über die Ausgrabungsfelder.
Danach ging die Reise weiter Richtung Küste über die N611 bis kurz vor Torrelevega und dann dort auf die A8 Richtung Oviedo weiter auf die N634 nach Llanes, aber dieser Ort war überfüllt von Autos und Badegästen, so das wir schnell Reißaus nahmen. Auf Empfehlung unseres Womo-Reiseführers besuchten wir den Playa de Cuevas del Mar, leider für uns aufgrund unserer Größe mit der dahin führenden Tunneldurchfahrt nicht befahrbar…schade, wir ließen uns den Besuch trotzdem nicht entgehen und spazierten dort hin. Eine wirklich traumhafte Bucht, die zum Verbleiben einlud.
So schlängelten wir uns an der N632 westlich entlang im Hinterland der Küste und durchfuhren dann Ribadesella, bei km 9 führte uns ein Weg nach Vega, von dort zum Playa de Vega.
Hier war natürlich auch ein buntes Treiben, vorallendingen die Wellenreiter waren hier zu Hause, es war schwer hier einen netten Platz zu finden und so gingen wir erstmal auf einem Parkplatz vor dem Strand vor Anker. Am Abend bot sich dann die Möglichkeit direkt etwas am Strand in erster Reihe zu bekommen. Hier planten wir einige Tage zu verbringen.
Ein abendlicher Spaziergang am Meer machte uns doch schnell wieder die Umweltkatastrophe mit dem Tanker vor der Galaciensküste bewusst, indem wir die ersten Ölflecken unter den Füßen hatten.
Man sollte aber auch dazu sagen, das hier öffentliche Arbeiter hier tag ein tag aus damit unermüdlich beschäftigt sind, diese Ölklumpen aufzusammeln und weg zubringen. Ein netter Abend mit direkten Blick auf die Wellen und ihre Surfer ließen diesen Tag ausklingen.
Sonnabend, 16.08.03
Der Tag begann nicht so verheißungsvoll, aber dafür mit kühleren Temperaturen um die 25°C Grad aber Regen. Kein Platzregen, aber dafür ein andauernder schöner ruhiger Landregen. Gegen 11.00 Uhr hörte dieser auf zu Plätschern und für uns ein Zeichen aus dem Mobil zu kommen. Ein ausdauernder Spaziergang zwecks Erkundung des gesamten Strandes war angesagt.
Danach ein paar Strandspielchen und ein ausdauerndes Bad im doch verhältnismäßig warmen Wasser. Gerade über die Wassertemperaturen hier an der nordöstlichen Küste Spaniens hatten wir anderes gelesen, aber die warmen Wassertemperaturen hatten wohl was mit dem extrem heißen Sommer zu tun, den die Spanier auch hier hatten.
Nach der Siesta zottelten wir mit dem Roller nach Ribadisella um unsere Nahrungsvorräte ein bisschen auf zu füllen. Wir waren ganz überrascht, was es hier für ein Treiben gab. Zuerst rollerten wir sämtliche Straßen ab um uns ein kleines Bild von dem trubelden Örtchen zu machen. Dann wurde der Roller in Hafennähe geparkt und das muntere Bummeln konnte beginnen. Nettes Ambiente und eine gewisse Art von Hektik in dem Örtchen und die nette Altstadt mit kleiner Einkaufspassage ließ uns diesen Ort näher bringen.
Erst einmal die Preise beschnuppern, was kostet hier Gemüse und Obst, viele hier heimische Wurstsorten wie Chorizo, Botilla und Marcellino ließen den Appetit anregen, auch die vielfältigen Käsesorten hier aus der Region sahen lecker aus. Leider war der Kühlschrank noch voll von verschiedenen Sorten aus Frankreich, die verzehrt werden mussten. Ein Flasche Vino Tinto und Sidra (Cidre) aus der Region und Chorizo’s nahmen wir trotzdem mit, die am Abend beim Grillen verzehrt werden sollten. Hier und da ein bisschen Obst und schon ging es wieder zurück an unseren Stellplatz in der ersten Reihe an der Playa de Vega
Sonntag, 17.08.03
Der Himmel war wieder bedeckt, aber im Hinterland in den Pico’s de Europa riss der Himmel auf und wir planten eine Tour nach Covadonga in die kantabrischen Cordillieren. Über die N632 bis kurz hinter Prado und dann linker Hand auf ein Querverbindung zur AS 260 zum Mirador der Fito. Kurz vor erreichen des Bergkammes hat man eine genießerische Aussicht auf die langgezogene Bucht zwischen Vega und Colunga an der Küste. Oben endlich am Aussichtspunkt angekommen zeigte sich ein anderer wundervoller Blick in die Bergrichtung (Lohnenswert !!). Wir folgten der kurvenreichen Straße bergab nach Arriondas. Keine schöne Stadt, aber ein guter Ausgangspunkt der Kanutouren auf dem Rio Sella nach Ribadesella. Hier sind viele Einsetzstationen der örtlichen Kanuvermietungen ! (fast wie an der Ardeche in Frankreich). Hier tobt der Bär mit den vielen Kanutouristen.
Kurz getankt und weiter ging’s auf der N625 nach Cangas de Onis. Uns wunderte schon der 3 km lange Stau vor der Stadt, naja wir hatten ja auch Sonntag. Aber hier fand der wöchentliche immer Sonntagsmarkt statt.
Es war einmal wieder alles zu bekommen, von Seife bis zum ausgewachsenen Gockel, heimische Wurst- und Käsesorten. Ein Treiben, was man sich bei uns überhaupt nicht vorstellen kann.
Mit dem Roller ging es dann 4 km entlang der AS114, bis wir rechts auf die CO4 nach Cavalonga abbogen. Überall rechts und links der Straße große Restaurant um den Appetit der Reisenden in den Pilgerort zu stillen, die in der Grotte Cacalonga das Grab ihres Nationalhelden Pelayos zubewundern.
Die CO4 schlängelte sich die Berge hinauf, hier und da Kupplungs- und Bremsgeruch von Fahrzeugen, die sich den Berg hinaufquälten oder hinunter kamen. Es sollten 12 lange schlängelte Kilometer sein, bis wir endlich die beiden Bergseen Lago de Enol und Lago de la Ercina erreichten.
Welch ein Besucherandrang, das schon selbst der Verkehr hier oben auf über 1700 m geregelt werden musste. Wir stiegen auf den Mirador (Aussichtspunkt) und genossen ein zeitlang die Aussicht.
Zurück nach Cangas de Onis hatten wir von der vielen Kurverei Hunger bekommen und sondierten uns ein Restaurant aus. In einer Seitenstraße betraten wir das Los Robles und waren gespannt, was uns das Menu del Dia bringen sollte. Einige Verständigungsprobleme aber schnell war die Bestellung getätigt. Naja, Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch und einen halben Liter Vino Tinto für zwei Personen ganze 16 Euro, da kann man nicht meckern. Und die Portionen waren wirklich reichlich, so das wir überaus satt wurden.
Zurück wieder über die Arriondas und wieder ca. 1km auf der AS260 und dann auf die AS341 zurück nach Ribadesella und zum Playa de Vega.
Das Wetter zog sich zu aber es blieb trotzdem trocken.
Montag, 18.08.03
Unser Weg sollte uns ein bischen westlichen führen und so gingen wir direkt auf die A8 und eigentlich Richtung Gijon, ein kleiner Fehler schlich sich ein und auf einmal waren wir über die neue Autobahn 13 km vor Oviedo. In Norena gingen wir von der A8 hinunter und folgten der AS17 Richtung Aviles. In Vielha shoppten wir noch im Carrefour Supermarkt und deckten uns für die nächsten Tage ein.
Über die AS17 gelangten wir an Aviles vorbei auf die N632 und schlängelten uns bis kurz hinter Navia und fanden die Playa de Penaronda (Stellplatz). Eine wundervoll von Klippen eingerahmte ca. 1km breite Sandbucht und in der Mitte ein Fels, der einem Napoleonhut ein bischen ähnelt. Endlich mal wieder tropische Temperaturen die zum Baden einluden. Stuhl und Liege waren schnell ausgeräumt und ab an den Strand. Wieder warmes Wasser und es brachte Spaß sich in den Wellen auszutoben.
Ein abendlicher Erkundungsgang und das verlegen des Mobils in die erste Reihe beendeten diesen schönen Tag.
Dienstag, 19.08.03
Das Wetter zeigte sich morgens etwas grau und so beschlossen wir weiterzufahren. So bummelten wir direkt an der Küste entlang hinter Ribadeo bogen wir ab nach Puerto de Rinlo. Ein süßer kleiner Fischerort ! Hier lohnte es sich zu bummeln. Direkt an der Steiküste kam dann ein Strand nach dem anderen, immer wunderbar ausgestattet mit WC, Frischwasser und Duschen. Hier findet sich immer ein Platz zum übernachten !
Am Playa die Cathedrais ein riesen Menschenauflauf, komisch es war d och gar kein Sonntag, hier wurde der Strand richtig gut innerhalb des letzten Jahres ausgebaut, mehr als Touristensensation als für den Strand ! Viele Holzgehwege überdecken das schöne blühende Heidekraut und führen an die Aussichtspunkte. Hier kann man die einzelnen Cathedralen bewunderten, die durch den Fels über Jahrtausende gespült worden sind. Teilweise bei Ebbe sogar begehbar. Aber hier zeigte sich mal wieder die Ölkatastrophe, viele viele Füsse waren ölverschmiert und es zeigt sich der Verdacht von uns, das es von Osten nach Westen wirklich schlimmer wird.
So reihen sich die Strände bis zur überriechenden Stadt Foz. Wir tingelten über die N642 und machten einen Abstecher zum Cabo de San Cipriän und hatten so einen wundervollen Blick über die Küste.
Hinter Viveiro ca. 10km bogen wir zum Punta de la Estaca de Bares ab zum Ort Puerto de Barres. Eine wundervolle Fahrt duch die schönen grünen Wälder entlang des Ria del Barqueiro zum kleinen Ort. Dort bietet die Gemeinde einen Stellplatz für pro Person 1,20 Euro für die Übernachtung an, ein wunderschön gelegender Platz auf einer Landzunge zwischen Meer und Strand. Nur der Platz ein bischen katastrophal angeordnet, die Spanier stehen hier kreuz und quer mit ihren Zelten und man findet kaum Zufahrt zu den Plätzen. Dafür saubere warme Duschen und WC Benutzung.
Mittwoch, 20.08.03
Der verschlafende morgentliche Blick aus dem Wohnmobilfenster trübte gleich wieder die Sinne, bedeckter Himmel war angesagt. Aber voller Hoffnung wie man ist, kann sich das Wetter hier immer schnell ändern.
Eigentlich wollten wir nur den Ort Porto de Bares ein bischen kennenlernen und um ein nettes Foto zumachen ging es eine Straße bergauf. Die Neugierde trieb uns weiter, diese Straße schlängelte sich mit teilweise 25 % bergauf und nach ca. 30 Min. kamen wir auf die Querverbindung hoch zum Cap Punta de la Estaca de Bares. Von hier aus war es nicht mehr weit bis zum höchsten Punkt. Der Leuchturm lang unterhalb von uns an der äußersten Spitze und die Straße führt uns zu einem kleinen Hotel oder Restaurant, das ganz oben auf dem Berg lag. Ein fantastischer Blick auf das Meer und auf die vielen kleinen Buchten wurde uns beschert.
Eine kleine Badepause in unserer kleinen Bucht und weiter ging die Reise über die AC100, vorbei an dem verschlafenden Fischerörtchen Porto de Barqueiro auf die sich dahin schlängelden bergauf und ab C642 bis nach Mera, wo wir dann auf die eine kleine Nebenstraße bis in den Ort Carino fuhren. Gleich am Ortseingang links vor der Tankstelle dem Hinweisschild San Andres de Teixido folgen. Es ist eine ganze Ecke zu fahren. Aber man schraubt sich durch das wunderschöne Grün hoch auf den Bergkam. Ein wunderschönes Lichterspiel wurde uns hier durch die tiefhängenden auf die Berge vom Meer dahintreibenden Wolken gegeben. Eine mythische Stimmung wie die dunstigen Wolken über das kahle doch farbenprächtige Land jagten. Hinter den Bergen das blaue Meer, oben die Wolken, dahinter das Grüne. Hier und da ein paar kleine Pferde die hier herumlaufen und natürlich nicht zu vergessen die Kühe.
So genossen wir die Fahrt und kamen zum Ort San Andres de Teixido. Wieder ein malersich gelegendes Dörfchen mit einer ganz alten kleinen Klosterkirche wo ein sehr viele Leute her pilgern. An dem Quelle unterhalb der Kirche werden Tücher nassgemacht, sich dann über Körperpartien gestrichen und anschließend werden diese Tücher an einen Baum gebunden. Ob Glaube hilft ?
Jedenfalls hat man von hier unter wieder eine wunderschöne Aussicht auf die rechts und links auf steigenden Berge die schroff ins Meer hinabfallen.
Eine Strecke die man sich unbedingt merken sollte.
Die Strecke führte uns nach Cideira, eine ganz kleine hektische Stadt mit einem großen Strand. (Stellplatz).
Diese ließen wir aber aus und begaben uns auf Stellplatz suche an einem schönen Strand . Zwar findet man an der gesamten Gegend immer einen Platz zum übernachten. Aber verwöhnt wie wir waren sollte es ja wieder die erste Reihe sein. Über die C642 entlang nach Valdovino, dann rechterhand nach Meira und kurz nach dem Ortseingang rechts zum Punta Frouxeira, nach ca. 3,5 km erreicht man hier den Leuchtturm und sieht den langen Strand. Hier findet jeder etwas, der nicht gerade ein großes Mobil hat, bzw. was für Kastenwagenfahrer. Überall zweigen kleine Schotterpisten ab. Gehändicapt durch die Größe und meiner Automatik zog ich den Rückzug vor und so fuhren wir zurück nach Valdovino und bogen links runter zur Praia Frouxeira, aber hier war selbst um 17:30 Uhr noch alles überfüllt mit den parkenden Autos der Badegäste. Also weiter zurück Richtung Cedeira und so fanden wir hier an der Praia Pantin einen netten Platz und gesellten uns zu den anderen Womo’s dazu.
Donnerstag, 21.08.03
Nach einem morgentlichen Spaziergang ganz alleine auf der großen Praia kehrten wir mit ölverschmierten Badelatschen zurück zum Womo. Mittlerweile ist das Öl zu einem Bestandteil unseres Urlaubes geworden, man muß sich eben nur daran gewöhnen. Vielleicht ist man auch ein bischen sehr kritisch. Der Morgen war sehr Wolken verhangen war und so brachen wir auf.
Über die C646 über Valdovino bis Trasancos, Richtung Capo Prior. In Raxon versuchten wir die Praia Santa Comba zu erreichen, die sehr schmal werdene Aspahltstraße mündete in einen Schotterweg und hier war Ende für uns, das wollte ich unserem Womo nicht an tun. So fuhren wir auf der schmalen Straße rauf zum Capo. Ein fazinierender Ausblick auf die See, die Sonne kam auch durch und es wurde Zeit sich einen Strand zu suchen. Richtung Marina an der Praia San Xorxe standen die ersten Camper unter den Pinien bevor der Strand durch einen Dünengürtel erreicht werden konnte. Nichts für uns !
So fuhren zur Praia de Doninos, das paßte. Wunderbar angelegte terassierte Parkplätze auch oberhalb der langen Bucht mit Blick auf diese. Hier bleiben wir !
Ein traumhaft schöner Strand, ideal zum Verbleiben, die Sonne scheint und das Meer wirkt türkisfarben mit absoluten klaren Wasser, feiner sauberer Strandsand, was will das Herz mehr.
Gegen 17:00 Uhr rollerten wir noch zum Einkaufen in das ca. 15km entfernte wirklich nicht lohneswerte Ferrol, wir tätigten unsere Einkäufe und verschwanden schnellstens aus der Stadt
Freitag, 22.08.03
Wieder ein traumhafter Morgen, als erstes an den Strand, der Wind wehte zwar heftig, aber so konnten wir uns am vormittag noch ein windgeschütztes Plätzchen hinter den Dünen zum Strand hin sichern.
So nutzen wir die Sonne bis ca. 15:00 Uhr und machten uns dann für die Weiterfahrt fertig.
Über Serantes, durch Ferrol dann auf die N651 nach Betanzos. Eine kleines nettes verträumtes Städtchen, das sich für einen Besuch lohnte. Wir parkten direkt unten in der Stadt am Rio Mandea. Von dort aus ging es einige Stufen hoch in die Altstadt. Ein Besuch der Iglesias San Francisco sollte man sich nicht entgehen lassen, zumal der Sarkophag des Perez de Andrade dort sichtbar ist. An der Iglesias de Santiago konnten wir uns eine Hochzeitsgesellschaft von der Bar Veracruz gegenüber anschauen. Ein Bummel bis zur Plaza Hermanos Garcia beendete dann unseren Rundgang und die Fahrt ging dann weiter nach A Coruna.
Eine Hafenstadt mit 300.000 Einwohnern, die äußerlich nicht gerade Flair hat. Einen Parkplatz fanden wir am nördlichen Ende der Stadt oben am Torre de Hercules. Ein alter Leuchtturm, der schon auf römischen Fundament steht und im 18 Jhd. erbaut worden ist und mächtig Abkürzung durch die Stadt.hAbier oben auf einer Anhöhe thront. Es war schon gegen 20:30 Uhr als wir uns auf dem Weg in die City machten, denn der sollte wie wir meinten lang werden. Aber getäuscht, und so waren wir innerhalb von 20 Minuten an der alten Markthalle. Südlicher davon gelangten wir sofort in die Freßzeilen dieser Stadt und hier bebte das Leben. Überall nette Restaurants, wo man die Fisch- und Meeresfrüchtegerichte auf den Tellern der Gäste besichtigen. Hier und da hingen in einigen lokalen sogar der Serranoschinken von der Decke. So bummelten wir dann noch weiter durch die Altstadt bis zum Plaza Maria Pita. Ein großer rechteckiger Platz der umzogen ist mit Arkaden und drüber mit den typisch für diese Gegend verglasten Balkone. Gegenüber throhnt ein hübscher dreitürmiger Palast.
Man sollte nicht wie wir meinen, ein schöner Spaziergang an der Promenade entlang zu unsererm Mobil oben am Torre de Hercules sei ein bischen länger, nach 40 Minuten hatten wir nicht einmal die Hälfte geschafft, die Beine Müde und so nahmen wir dann doch wieder die Abkürzung durch die Stadt zum Womo.
Sonnabend, 23.08.03
Es war eine unruhige Nacht zwischen den anderen Mobilen oben auf dem Parkplatz, junge Männer krakehlten betrunken die ganze Nacht herum um scheinbar Eindruck auf die von Ihnen umworbenen Dulcineas zum machen.
Morgens stand die Policia Muncipale mit eine Kontrolle bereit auf dem Parkplatz, unten am Leuchturm sind Strände, wo die ganze Nacht die Post ab ging.
So schlugen wir den kürzesten Weg in die Stadt ein um uns alles einmal bei Tageslicht anzuschauen. Morgens um 10:00 Uhr war es eine Geisterstadt, hier und da mal ein Auto und ein paar Passanten. Ein Blick in die Markthalle und wir genossen mal wieder die kulinarischen Leckerbissen des Landes. Ein Bummel durch
die Altsstadt, ein Besuch in der alten romanischen Pilgerkirche Iglesia de Santiago, die hier in Coruna Anlaufpunkt der Pilger ist. Ein Spaziergang entlang am Fischerhafen hin zum Casino und dann zurück um die Einkaufstraße zur Plaza Maria Pita.
Zurück an unserem Womo erstmal Kaffeepäuschen, dann hinauf zum Torre des Hercules und von dort genossen wir den leider durch Dunst verschleierten Blick auf die Umgebung.
Ein Besuch des Aquariums Finisterrae – Casa de los Peces ist wirklich lohneswert (6 Euro Eintritt). Zuerst durch ein Bilderausstellung mit den grausamen Bildern der Ölkatastrophe, dann hinein ins Vergnügen. Schwerpunkt das Ökosystem des Atlantiks. Hier und da durch spielersiche Sicht Erklärung für Kinder. Leider für uns alles nur in Spanisch, nicht einmal in Englisch , wie überall in Nordspanien.
Riesige Becken mit den vielzähligen Fischsorten und Freiluftanlagen für Seehunde, und Kraken konnte alles näher bringen.
Nach dem Einkauf in Los Rosales bei Carrefour begann eine kleine Irrfahrt durch Coruna, bis wir endlich die C552 nach Carballo fanden. Dann weiter Richtung Pontecesco zur Praia de Balares, die uns aber nicht zusagte. So fuhren wir weiter über den Bergrücken und gelangten zur Praia de Hermida bei Cormo, wo wir Müde durch die vielen Kilometer zu Fuß nach dem Essen einschliefen.
Sonntag, 24.08.03
Es erwartete uns graues bedecktes Wetter, nachdem es in den Morgenstunden ein bischen geregnet hatte. Porto de Cormo wurde auf Schusters Rappen besucht. Einer kleinen galicischen Wassermühle statteten wir einen fotogenen Besuch ab. Direkt am Ortseingang von Porto de Cormo linkerhand eine kleine Stichstraße hinunter und schon waren wir an der Promenade, die sich bis zum Ort hinzog. Ein kleines verschlafenendes Nestchen. In den kleinen Seitengassen direkt in den Bars bebte das Leben. Anscheinend trafen sich hier Alt und Jung zum Mittagsplausch, die Frauen in der Ecke und die Männer in der anderen.
Zurück an der Praia de Hermida und schon erblickte die Sonne uns und bescherte und einen zwar windigen aber doch schönen Strandtag.
Montag, 25.08.03
Dieser Tag uns über Pontedeseco auf die AC433 Richtung Ponte do Porto nach Camarinas. Hier ein lohneswerter Stop zum Einkaufen und zum geniessen des Ambientes eines netten Hafenörtchens.
Die Reise ging dann weiter über die AC433 bis Ozon und hier rechts nach Muxia. Kurz bevor es im Ort Mounios nach Corcubion nach links abgeht fahren wir rechts leicht bergab und kommen zur Praia Mounios. Wieder eine schöner Strand mit grßer Wiese dahinter und Blick auf die Ria de Camarinas und Blick auf diese Stadt auf der anderen Seite der Bucht. Zu Hause wird von uns noch ein bischen Bräune gefordert und so plazieren wir unseren Womo hier am Strand und liegen faul in der Sonne und geniessen das Baden.
Dienstag, 26.08.03
Muxia ist angesagt, aus einer Fernsehsendung der letzten Wochen erfuhren wir, das hier noch so einiges Öl aus den Felsen sickern sollen. Das wollten wir uns doch einmal ein bischen näher betrachten. Parkmöglichkeiten auf der Mole am Fischerhafen gibt es genug. Ein paar Hundertmeter entlang des Jakobsweges gelangen wir zu einer kleinen romanischen Kapelle, die aber geschlossen war.
So gelangen wir auf den westlichsten Punkt der Stadt, wo die kleine Pilgerkirche Nuestra Senora de la Barca steht. Hier hängen eine Menge kleiner Schiffchen von der Decke, die als kleines Dankeschön von Seefahrern und ihrer Rettung aus dem Atlantik sind. Oberhalb der Kirche wurde ein Denkmal der Ölkatastrophe 2002 erstellt, das am 12.09.03 offiziell eingeweiht wird.
Wir schlendern noch ein bischen durch die Gassen von Muxia bevor wir uns auf die Weiterreise über die AC440 über Berdoias nach Cee, Corcubion durch Finesterre auf das Capo de Finesstere machen. Hier angekommen hatten wir leider keinen wundervollen Ausblick über das Meer. Eigentlich gibt es hier auch nichts besonderes, und daher fahren wir ein Stückchen zurück bis Cee und dort auf die C550 und schlängeln uns über die wunderbar gelegende Straße bis nach Oviso. An der Praia Boco di Rio endeckten wir unseren Traumstrand und gesellen uns hinter zwei andere deutsche Womos. Man muß die Bilder dieser Bucht gesehen haben, um zu verstehen, wie ein persönlicher Traumstrand aussieht.
Nach einem Strandspaziergang wurden die Stühle rausgeholt und mal wieder Doof gespielt. Ein guter Ausgangspunkt für Touren mit dem Roller nach Muros und auf den Mirador de Ezaro.
Mittwoch, 27.08.03
Nachts hatten wir einen heftigen Sturm und wurden richtig durchgerüttelt, an Schlaf war kaum zu denken zudem auch noch der Regen richtig auf das Dach prasselte.
Gegen 11:30 Uhr brachen wir mit dem Roller über die C550 nach Carnota (Markttag am Mittwoch von 09:00-13:00 Uhr). Der Weg führte uns dann entlang der wunderschönen rauen Küste durch San Francisco direkt nach Muros, eine Stadt die aufgrund iher Bauten zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. Wunderschöne Arkaden und alte Bauten liessen uns den Rundgang und einen Einkauf tätigen.
Der Wind bließ uns bei der Rückfahrt stark gegenan und so wurden wir selbst bei der Rückfahrt stark durchgeschüttelt.
Der Rest des Tages verblieben wir auf unserem Traumstrand.
Donnerstag, 28.08.03
Am Morgen wurden wir wieder unsanft durch Boen und Regen geweckt. Schade, hier wollten wir eigentlich ein paar Tage verbringen um noch einmal vor Arbeitsbeginn richtig zur Ruhe zu finden.
Der Roller, der draussen für eine nächste Tour bereit stand, wurde schnell wieder verladen. Der Womo Wackel- und Zurrsicher gemacht, bevor es auf die C550 nach Cornota ging.
Ein Speicher, ein sogenannter Horreo aus dem Jahr 1768, dieser anstatt von sonst 3 Metern, sage und schreibe 35 Meter lang und steht nicht wie üblich auf 4 oder 6 Füssen, nein hier sind es gleich 22 Stelzenpaare, sprich 44 Füsse.
Den mußten wir uns anschauen, die Zufahrt über zwei verschiedene Einfahrten hätten wir uns ersparen können, nach dem wir immer ca. 200 Meter gefahren sind ging nichts mehr mit Carthago, also wenden und zurück und dann wurde am Marktpaltz in Carnota geparkt. Zu Fuss knapp 5 Minuten und hinter der Kirche am Friedhof findet man diesen anschaubaren Gesellen. Muros hatten wir ja am Vortag besucht und so ging die Tour weiter über die C550 an der Ria de Muros y Noia entlang in Richtungo Noia. Auch diese Stadt liessem wir liegen, da es Moment in Strömen am Regnen war. Unser Ziel war das Keltendorf Castro de Barona hinter Porto du Son. Diese kleine Stadt unterhalb gelegen der Straße zog uns an für eine Kaffeepause. Hier hatten wir hinter dem Hafengelände einen wundervollen Blick auf die Ria mit ihren hohen Wellen die an die Felsen rannte. Ein kleiner Ortsspaziergang auch zu dem Aussichtspunkt oben an der Kirche ist lohnenswert, das Zentrum weniger und so machten wir uns auf zu den Kelten.
Auch wir machten es dem Womo-Führer nach und parkten in der Nähe des Restaurante „O’Castro“ und bewegten uns dann einem kleinen Pfad hinter dem Restaurant folgend auf die ausgeschilderte Strecke zum Dorf. Sie führte und durch einen kleinen Kiefernwald wo heutzutage moderne Kelten am wildcampieren waren. Über eine kleine Anhöhe erblickend sahen wir diese mythische Halbinsel in der starken Brandung liegen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier sieht man die Reste einer 2000 Jahre alten Keltensiedlung und dies sogar wunderschön gelegen. Wir hatten das Glück noch alleine da sein zu können und verkrochen und oberhalb der Ausgrabungen in den windgeschützten Felsen und genossen den Anblick.
Es fing jetzt erst richtig an zu regnen und wir machten uns auf die Suche nach einem Strand für die Übernachtung, wir fuhren zwar die vorgeschriebene Strecke aber fanden nichts nettes (wie auch bei diesem grauen Wetter). Selbst am Cabo de Corrubedo fanden wir nicht die nötige Ruhe, vielleicht waren wir auch ein bischen vom schelchten Wetter gezeichnet.
Aber die Wanderdüne in Corrubedo war gleich in der Nähe und die sollte uns erst einmal ablenken. Wir paßten den richtigen Moment zwischen den mächtigen Regenschauern ab und zogen uns entsprechend an. Sie liegt da ruhig und nass durch den Regen und man kann sie über Holzwege bewundern. Ein Weg führt vom Parkplatz aus dort hin, über sie hinüber und direkt an den Strand. Welch ein Platz um bei sonnigen Wetter hier zu bleiben und das Baden zu geniessen. Diese ca. 2000 Meter lange Düne ist einen Abstecher wert gewesen.
Der in der Nähe befindliche Dolmen de Axeitos wurde uns durch Parkplatz-Mangel und starken Regenschauern nicht gewährt und so brachen wir in Richtung Ribeira über die AC 303 und C550 auf. Die Stadt sagte uns nicht zu und weiter ging es auf der Straße nach Palmeira, hier fanden wir eine ruhiges Plätzchen für die Nacht am Porto. Auch die zweite Einfahrt zum Hafen war breit genug für unser Womo. Wir waren wirklich überrascht, eine so netten und schönen Hafen zu finden. Hier direkt oberhalb des alten Fischerhafen standen wir und bewunderten die kleinen bunten Boote.
Freitag, 29.08.03
Der Morgen erwachte in einem ganz anderen Licht, der heftige Wind und der Regen hatten sich gelegt. Wir dachten schon, wir müssten aufgrund des Wetters nach Santiago de Compostella abdüsen und die Küstenlinie verlassen. So hofften wir, das noch ein paar schöne Tage hier in den wunderhübschen Ria’s geben wird.
Beim Frühstück beobachteten wir schon das rege Treiben der Fischer, die einen kamen um ihre Boote vom Regenwasser zubefreien, die anderen kamen wieder um ihren Fang zu landen. Scheinbar wird hier viel auf Krebsartiges Getier gesetzt, da die Fischer alle solch kleinen Drahtkörbe hatten, vielleicht auf Langusten oder ihre kleineren Geschwisterarten. Auch große Zuchtmuschelinsel trieben in der ganzen Bucht die von den Muschelfischern bedient werden. Der dritte Teil der Menschen waren die älteren Herrn, die schon früh morgens auf die anderen vor der Taverne warteten, um sobald diese aufmachte, erstmal eine Runde Kartenspiel zu spielen.
So unternahmen wir einen Spaziergang durch diese anmutig erscheinenden kleinen Ort. Dieser ist zwar nicht geprägt durch seine uralten Bauten, sondern prägt er sein eigenes schönes Bild. Hier und da hübsche Einblicke in Fassaden, mit Jakobsmuscheln verdeckte Giebel, nette Hintergärten und ältere Leute, die auch einmal das Gespräch mit uns suchten. Da waren wir doch sehr überrascht. Der Himmel riss auf, das Blaue zeigte sich !
Carthago führte uns über die C550 nach A Pobra, hier lohnt ein kleiner Stop, falls man noch Besorgungen in einer Markthalle machen muss. Am besten man parkt direkt unten am Hafen auf dem großen Parkplatz und hält sich dann linkerhand ca. 200m und findet diese Martkhalle direkt an der Straße zum Strand. Unten wird der fangfrische Fisch verkauft und oben das Gemüse.
Die Praia Manon bei Abanqueiro hört sich nett beschrieben an. Aber als wir dort eintrafen, roch es erstens intensiv nach Seetank und zweitens war der Strand durch den starken Wellengang mit dem Seetank über und über voll.
Kurze Absprache und wir entschlossen uns wieder zurück zufahren, da die südlichere Küste zu starkbesiedelt ist und wir diese nicht mehr mitnehmen wollten. So befuhren wir über Boiro dann im Hinterland entlang die neue VRG1.1 direkt bis kurz vor Riveira (Ribeira). Hier zurück über die C550 nach Xuno und dort links in Höhe Ortsmitte -> Praia de Furnes, sofort wieder rechts dann Richtung A Covina, nach ca. 200 Metern taucht dann ein Hinweisschild Praia de Covina auf.
Dort befindet sich in einem Kieferwäldchen direkt hinter den Dünen vom feinsandigen Strande ein kleine Picknickarea.
Hier liessen wir uns nieder und gingen mit den Strandutensilien zum Strand hinunter. Es wunderte uns, als wir nicht weit von der Brandung im Wasser etwas Springen und Spielen sahen. 5-7 Delphine vielleicht in bester Sicht 150 Meter von der Brandung entfernt trieben dort ihre Spielchen. Ein fazinierenden Eindruck wurde uns von den Tieren hinterlassen. Ein Schauspiel der Natur, wie sie dort ganz ausgelassen spielten und sprangen. Wir hatten das Glück sie dort eine ganze Weile zu beoabachten, da sie in dieser großen Bucht ein paar Runden drehten.
Dies ist ein kleiner Tip für die Surfbegeisterte Generation !
Kaum waren diese weg und so trafen die Surfer ein, wir wunderten uns schon, das sogar ein Fotograf mit einem riesenmega Objektiv dabei war. Vermutlich sollte diese eine Fotosession für die “lokal heroes“ werden. Es waren auch gigantische Wellen, die durch die Dünung des letzen Sturmes auf dem Meer resultierte. Dazu blauer Himmel, die Bedingungen konnten garnicht besser sein. Später bekamen wir mit, das fünf von ihnen der Förderation der Surfer aus Galicien angehörten. Sie boten wahrlich atemberaubende Bilder für uns. Hier saßen wir einige Stunden und schauten zu.
Sonnabend, 30.08.03
An diesem Morgen mußten erstmal ein paar Einkäufe getätigt werden. Dieses wollten wir zu Fuß unternehmen, soweit war es ja nicht in den Ort Xuno. Die ca. 2 km bis in den Ort spazierten wir an der kleinen Straße entlang durch kleine abgelegende Häuser, hier wächst sogar die Calla am Straßenrund, wofür man bei uns viel Geld bezahlen muß. Hier mal ein Foto mit einem alten Mann und seinem Ochsen mit Karren und seinen alten Holzscheibenrädern, dort eine alte Frau, die ihr frisch gepflücktes Gemüse in einem Korb auf dem Kopf balanciert und von ihrem Hund begleitet wird. An der Hauptstraße angekommen ca. 100 m weiter findet man gleich zwei Einkaufsläden, auf jeder Straßenseite einen.
Zurück am Womo gleich die Strandsachen in die Tasche und hinunter zum Strand.
Der Himmel blau, kein Wind und eine kleine Dünung mit ca. 2m hohen Wellen, wo sich auch schon wieder die ersten Locals die Hände reichten. Wir zählten über 30 Surfer, aber keiner von denen hatte das Kaliber wie vom gestrigen Tag. Aber es war trotzdem spannend diesen den ganzen Tag zu zuschauen. Als gegen 1430 Uhr die Flut einsetzte kamen auch die Delphine wieder, diesmal noch mehr, allerdings waren sie wohl nur auf der Durchreise, wir hatten aber das Glück sie ein paar Stunden später vermutlich auf der Rückreise wieder zu erblicken. Gegen Abend schauten gleich noch einmal ein paar vorbei.
Sonntag, 31.08.03
Ein paar hundert Meter neben uns hatten mal wieder gewisse Anbeter der Frauen oder auch Jünglinge mit ihren Dulcineas schon am Vortage ihr Camp aufgeschlagen.
Dementsprechend hatten wir eine sehr unruhige Nacht gehabt. Hammermusik bis morgens um 06:00 Uhr ließ uns kaum ein Auge zumachen.
Der Morgen zeigte sich wettertechnisch auch nicht von der rosigen Seite und so beschlossen wir nach Santiago aufzubrechen. Über die C550 bis Noia, wo wir noch einen Markt besuchten, der die ganze Altstadt einnahm und wir uns noch mit ein paar frischen Lebensmitteln versorgten bevor wir über die C543 nach Santiago aufbrachen.
Es gab kleine Baustellenprobleme in Santiago, so das wir nicht die von uns ausgewählte Route zum Park (Paseo de la Ferradura) fanden. Aber schnell neu orientiert rund um den Park fanden wir hinter ihm in Uninähe einen ruhigen Parkplatz, der Sonntags kostenfrei ist.( Samstags+Werktags 10:00-14:00 und 16:30-22:00 Uhr kosten 270 Min. 1 Euro). Wir standen zwischen der Av. De Vigo und der Av. Das Ciencas, von dort durch den Park, den man gesehen haben sollte zu Fuß ca. 15. Min und man befindet sich am Rand der Altstadt Santiago’s.
Wahrlich ein Höhepunkt unserer Reise. So schlenderten wir durch die Altstadt Gassen und fühlten uns wie im 7.ten Himmel. Fazinierende Bauten umschlossen alles und gaben allem etwas Besonderes.
Auch die Kathedrale ein Muss, sich einfach mal dort hinsetzen und alles auf sich einwirken lassen. Hier und da spielten Studenten auf ihren Dudelsäcken begleitet von einer Art Trommel Keltische Lieder.
Endlich mal ein Restauranttip in der Rua de Troia 10, die Taverne „Prada a Tope“ biettet vergleichsmäßig günstiges Essen an, dem wir nicht am Abend wiederstehen konnten. (siehe Restauranttips).
Ein paar abendliche Stimmungsbilder die wir machten, sollten den Abend abrunden und die Verdauung anregen, doch gegenüber der Kathedrale unter den Arkaden des Pazo de Raxoi (Palast des galicischen Präsidenten) spielte eine größere spanische Folkloregruppe und gab ihr Bestes und großem Beifall vieler Zuschauer. Hier lauschten wir noch einige Zeit, bevor wir uns zur Nachtruhe ins Womo begaben.
Montag, 01.09.03
Unsere Rückreise sollte sich fortsetzen, über die N634 bis zur A6 Richtung Lugo und dann weiter auf der N634 bis südlich von Foz fuhren wir dann weiter auf der N634 bis Aviles. Von dort auf der A8 bis Gijon und dort auf der N632 auf einen von uns schon einmal besuchten Strand der Playa de Vega. Diesmal ein anderes Bild, tiefhängende Wolken und kaum Besucher da. Warum auch! Die Nacht teilten wir uns dort mit insgesamt 2 Womos.
Dienstag, 02.09.03
Am Vortag trafen wir unterwegs einen Schweizer, der uns mitteilte, das hier in Kantabrien schon seit zwei Wochen schlechtes Wetter war. Der Morgen zeigte sich auch Wolkenverhangen und so starteten wir weiter durch.
Immer über die N634, teilweise unterbrochen durch die neue A8 ging unsere Reise weiter gen Osten. Höhe Torrelevega nahmen wir nicht die Autobahn und entschlossen uns weiter über die N634 zu fahren, um Santander zu umgehen. Dann weiter über die A8 über Bilbao und San Sebastian über die Grenze nach Frankreich dort auf die A63 bis zur Abfahrt nach Capbreton und Hossegor.
Wir hatten Glück und fanden in diesem reinen touristischen Ort mit eigenen großen Sportboothafen einen Womostellplatz direkt hinter den Dünen am Strand.
Gegen 14:30 Uhr schien die Sonne vom blauen Himmel, so das wir doch gleich mal wieder die Strandtasche aus dem doppelten Boden fischten und noch bis fast 18:00 Uhr am Strand liegen konnten. Sogar das Meer war hier noch sehr warm, wärmer als an allen spanischen Stränden.
Eine abendliche Radtour durch den Ort ergab auch noch 15km. Es ist lohnenswert wenn man auf der Rückreise Zeit hat, sich hier noch einmal niederzulassen und Ruhe zu finden, bevor der Streß mit der Fahrerei wieder losging.
Ein nettes stimmungsvolles Örtchen, überall mit Fahrradwegen versehen, eine kleine nette Einkaufzone, wo es sich auch lohnt zu bummeln. Ein schöner Hafen mit kleiner Promenade, auch an Restaurants ergibt sich kein Mangel.
Mittwoch, 03.09.03
Beim morgentlichen Quiche- und Croissanteinkauf entdeckten wir im Ort noch eine größere Markthalle die nur an bestimmten Tagen geöffnet hat. Leider nicht an diesem Tag ! (Schild Marche folgen!).
Ein letzter Tag noch am Strand, leider zog eine leichte Bewölkung auf, so waren der Aufenthalt doch ein bischen verkürzt. Ich hätte mal doch auf meine Frau hören sollen, denn 20 km nördlicher schien immer noch die Sonne als wir auf dem Heimweg Richtung Bordeaux waren. Es ging über Bordeaux auf der N10, weiter über die N10 nach Limoges, von dort aus über die N141 und N145 bis nach Bellac, wo wir übernachteten.
Donnerstag, 04.09.03
Frische Croissants und dann hinters Lenkrad um Kilometer zu fressen. Immer weiter über die N145 bis wir in Digoin landeten um uns dort nach einigen Stunden fahrt gegen Mittag zu verschnaufen. Ein kleiner Stadtrundgang machte uns wieder fit. . Dann über die N70 und N80 bis nach Chalon sur Saonne und dort auf die Autobahn bis hinter Dijon. Hier nahmen wir die Ausfahrt 6 Langres auf der A31 um uns eine schöne alte Stadt kennenzulernen, die wir schon im Juni bei unserem Burgund urlaub geschnitten hatten. Auch hier wieder eine wunderschöne Stadt, die komplett von einer alten Stadtmauer umgeben ist. Auch der historische Stadtkern bedarf beim nächsten Besuch irgendwann einmal näherer Auskundschaftung.
Jedenfalls gefiel sie uns sehr gut und ein solcher Rundgang brachte wieder genügend Energie für die Weiterfahrt. Kurzer Tankstop in Luxemburg, den man sich aufgrund der Preise nicht entgehen lassen sollte.
Abendliches Ziel sollte Trittenbach an der Mosel sein, leider war der idylisch gelegende Stellplatz übervoll, so das wir doch wieder zurück nach Klüsserath mußten. Gegen 21:00 Uhr haben wir uns noch schnell frisch gemacht und so wurde noch ein Essen im Restaurant in Klüsserath eingenommen..
Freitag, 05.09.03
Morgens lachte uns tatsächlich noch die Sonne an. So wurde die Abfahrt auf den Nachmittag verschoben. Ein bischen Relaxen nach dem wir soviele Autobahnkilometer in den letzten Tagen gemacht hatten.
In Klüsserath sind wir noch kurz zu Heinz Regenry auf das Weingut gefahren und wollten eigentlich nur ein paar Flaschen von dem 2001er Riesling mitnehmen, daraus wurde eine längere Weinprobe mit vielen neuen Erkenntnissen über den dortigen integrieten Weinanbau und der 2002er war gerade frisch abgefüllt und mit Gold prämiert worden. Der war natürlich auch noch mitzunehmen.
Die Weiterfahrt erfolgte über die A1, dann A61 bis nach Düsseldorf. Der Caravan-Salon wartete dort auf uns. Trotz des Parkverbots ausschließlich nur für Wohnmobile wählten wir das Rheinufer, vielleicht ließen die Ordnungsbehörden ja ein Auge zu. Zu mal dort wie immer alles besetzt war. Ein Lücke blieb, wo wir hinein paßten.
Schnell mal direkt nach der Ankunft die Inliner aus der Heckgarage gezogen und so hatten wir eine erholsame Tour entlang des Rheinufers auf 8 Rollen. Ein leckeres Essen in der Trattoria San Leo (Restauranttips) in der Altstadt bei 25°C um 23:00 Uhr ließ den Tag ausklingen.
Sonnabend, 06.09.03
Messetag ! Das hatten wir nun vom Parken am Rheinufer, die Ordnungsbehörde verpaßte uns ein Knöllchen. Diese mußte kurz nach unserer Wegfahrt zur Messe gegen 10:15 Uhr dagewesen sein. In der Hoffnung das sie erst wieder am Sonntagmorgen zur geleichen Zeit erscheinen, blieben wir dort stehen. Der obligatorische wie seit Jahren schon ist ein Messeabsacker in der Altstadtzeile im „Lousiana“ mit einem Cocktail (Restauranttips). Ein abendlicher Treff mit ein paar Freunden gestaltete den Abend sehr lustig.
Übringes, das Ticket wegen Falschparken kostete uns 15 € !
Sonntag, 07.09.03
Wir hatten Glück mit der Nacht am Rheinufer, als wir gegen 08:00 Uhr hoch an die Straße verlegten, um dort zu frühstücken. Die Rückfahrt gestaltete sich diesmal über Essen A54 und die A2 bis nach Hannover und dann zurück nach Kiel über die A7 und A215.
Über 4 Wochen Urlaub mit 6601 gefahrendes Kilometer gingen zu Ende mit vielen neuen Eindrücken über ein von uns erstmals befahrendes neues Urlaubsland, das wir auf jedenfall wieder besuchen werden