Italien 2002

Italien 2002

Auch 2002 ging es wieder im Haupturlaub nach Italien. Wir hatten 4 Wochen Zeit um unsere Planungen umzusetzen. Nur das Wetter machte uns in diesem Jahr etwas Kummer, aber dafür kam die Kultur dann nicht zu kurz.

Wir wünchen Euch viel Spaß beim lesen und stöbern. Hoffen natürlich das ihr vielleicht viele nützliche Tipps und Anregungen findet.

13.09.02
Susanne konnte am Freitag nicht wie geplant um 13:30 Uhr Feierabend machen, ich holte Sie dann erst gegen 15:15 Uhr ab. Ich mußte mir noch ein dringendes Medikament besorgen und so kamen wie von zu Hause erst um 17:45 Uhr los. Zum Glück waren die Straßen frei. Es ging über die A7 in Richtung Kassel, dann Frankfurt/Main noch bis südlich von Heidelberg nach Walldorf, dort stellten wir uns in eine ruhige Seitenstraße und verbrachten dort unsere erste Nacht.
 
14.09.02
Von Walldorf fuhren wir über die A5 Richtung Basel. Zum Glück war unsere letztjährig gelöste Schwerlastabgabe für SFR 32,50 noch an diesem Tag gültig. Wir passierten den St. Gotthardt-Tunnel, dort fiel uns auf, das die Sicherheitsmaßnahmen nach dem Großbrand sehr intensiv waren, sobald (wie bei uns der Fall) auf der Gegenspur der Verkehr ins Schritttempo verfiel, wurde die Einfahrt gesperrt ! In unsere Fahrtrichtung wurden die Lkws rausgewunken und einer harten Kontrolle unterzogen. Wir hatten Glück und rutschten schnell durch. Unser erstes Etappenziel Cannobio am Lago Maggiore erreichten wir gegen 17:30 Uhr. Der Stellplatz war schnell zu finden, aber sehr voll und wir hatten Glück und bekamen den letzten ab. Ein abendlichen Bummel durch die historischen Altstadt rundete dieses noch stressigen Tag ab.
 
15.09.02


Die Sonne lachte uns morgens an, uns wunderte es schon, das so ein starkes Treiben auf dem Patz war, selbst PKW’s suchten hier nach Parkmöglichkeiten. Als wir unseren Roller klarmachten und losfuhren wunderten wir uns schon wieder. Nunja, es war Markttag in Cannobio, als umdrehen und erstmal in aller Seelenruhe über den Markt schlendern. Mit dem Roller erkundeten wir dann das sonnige Westufer des Lago Maggiore, wir fuhren bis Stresa, hielten mal hier und mal dort und genossen das Ambiente. Am späten Nachmittag zurück auf dem Stellplatz saßen wir noch in der Sonne. Abends gesellten wir uns mit einem Ehepaar aus den heimatlichen Gefilden zusammen und tauschten noche eine Menge Info’s aus.
 
16.09.02


Morgens ging es früh los in Richtung Stresa, schon vorher ging es auf die A26 in Richtung Genua. Susanne hatte schon zu Hause einige Outlet Verkäufe heraus gesucht. Auf der Strecke nach Genua befand sich ein riesiger Outletpark, wo alle namenhaften Nobelausstatter und auch andere bekannte Markenfirmen ihre günstigen Verkäufe hatten. Man biegt einfach an der Abfahrt Serravalle Scrive ab, rein in den Kreisverkehr und biegt die zweite rechts ab. Man sollte sich wirklich Zeit nehmen und kann hier bestimmt das eine oder andere Schnäppchen machen.

Mit vollen Taschen und leeren Geldbeutel fuhren wir dann direkt über Genua zur Abfahrt Deiva Marina. Den dortigen Stellplatz erreichten wir schnell. Stehen hier aber völlig alleine, weil andere Wohnmobilisten es vorziehen, auf den direkt daneben platzierten Campingplatz zu fahren. Der Ort ist zwar nicht der schönste, dafür stehen wir hier aber direkt am Meer. Es soll ja auch nur ein Ausgangspunkt für unsere Touren ins Umland sein. 
 
17.09.02


Es sollte doch nicht so kommen, morgens beim Frühstück beschlossen wir unser Glück in Bonassola zu versuchen.  Die Anfahrt zum Ort hörte sich zwar kompliziert an, aber wir wollten es auf einen Versuch ankommen lassen. Es waren zwar noch 16 km, aber die zogen sich aufgrund der ganzen Serpentinen. Die Abfahrt von der Hauptstraße nach Bonassola war eigentlich problemlos. Für Fahrzeuge über 10m ist sie gesperrt, da die Serpentinen doch reichlich eng sind. Wir hatten Glück und ein Stellplatz war noch frei. Wie Breidi schon geschrieben hatte, ein traumhaftes Fleckchen Erde ! Sein erster Platz am südl. Tunneleingang ist mittlerweile gesperrt, so musste man direkt auf den Stellplatz, dieser kostet jetzt 8 Euro (Stand Sept./2002).
Die Mittagsstunden verbrachten wir am Strand. Kleiner, feiner Kiesel, das Baden bringt einfach Spaß. In den Nachmittagsstunden unternahmen wir eine Rollertour nach Levanto in die nächste südliche Bucht. Mit dem Roller ging es am südl. Ende des Ortes hinauf in Richtung Castello di Levanto, diese Straße befuhren wir bis zum Ende. Von dort aus hatte man einen einen schönen Blick zum Punta Picetto. Dort oben ist ein kleines nettes Hotel mit einer Bar, der Ausblick von dort aus war traumhaft wie auch der Cappuccino.


Auf der Rückfahrt waren wir auf der Suche nach einem Restaurant, wir fuhren ein  Stück weiter Richtung Framura. Uns fiel ein Schild auf, das in 5km Entfernung ein Agriturismo “La Caprarbia” Tel: 0187-XXXXXXXX ist. Da wir in den letzten Jahren nur gute Erfahrungen mit diesen Bauernhöfen und seiner interessanten Küche gemacht haben, fuhren wir dort hin. Das Schild Agriturismo tauchte nach 6 km auf, wir folgten dem Schild und trafen die Frau des Hauses an, bei ihr reservierten oder besser gesagt wurde uns die Uhrzeit von 21:00 Uhr vorbestimmt und wir sagten zu. Am Abend fuhren wir mit dem Roller dort hin. Lest hier bitte unsere Restaurant-Tipps !
 
18.09.02


Erst einmal mußten wir Wechselgeld besorgen, da es in Italien schwer ist, Münzgeld zu bekommen. Es sollte nach Portofino gehen , eigentlich von Bonassola eine ganz schön weite Strecke, die für einen Roller zu absolvieren ist. So entschlossen wir uns, die Route über Deiva Marina durch die Tunnel zu nehmen. Diese ist mittlerweile für Wohnmobile gesperrt, obwohl uns zwischen den einzelnen Tunnelpassagen einer entgegen kam. Für die 67 km benötigten wir fast 2 Std. Endlich mal keine Parkplatz Probleme,  wir fanden direkt in Portofino den letzten Platz für Roller! Ansonsten hätte uns der Spaß im Parkhaus 2,50 Euro pro Stunde gekostet. Dieser kleine bekannte Ort ist wirklich sehr malerisch, wunderschöne millionenschwere Yachten hatten dort ein Stelldichein. Genießt einfach die Bilder oder plant euren nächsten Urlaub selbst dort hin. Weiterhin beschlossen wir eine Bootsfahrt zum Kloster San Fruttuosa (7,80 Euro Hin- u. Rückfahrt, je Tour ca. 30 Min.). Die Fahrt entlang der Küste lohnte sich wirklich, aber selbst im September war dort noch ein reger Ansturm von Touristen.  Die Lage war fotogen schön, aber so dachten wir, war das weitere, wie die Besichtigung des Klosters nicht gerade ein Hit. Wie gesagt, Fotogen ja, Empfehlenswert nein ! Als wir wieder an unserem Wohnmobil angekommen sind, waren wir doch ganz schön fertig von der Fahrerei. Ein schönes selbst gemachtes Pastamenü in den eigenen vier fahrbaren Wänden mit gutem Rotwein und Grappa rundeten den Tag ab.


 
19.09.02


Nach dem Frühstück haben wir einen Bummel über den kleinen Markt gemacht, der hier jeden Donnerstag stattfindet. Bei einem netten, alten Opa haben wir für unser leibliches Wohl eingekauft. Am Abend sollte es gebackene Kartoffeln, Auberginen und Paprika geben. Unseren Einkauf brachten wir in unseren Wohni und haben den Rucksack für eine 2 ½ stündige Wanderung gepackt.  Wir haben den Einstieg vom Meer ausgewählt, was sich hinterher als sehr schlau erwies, da der Abstieg sehr steil war. Die Wanderung haben wir über die 1 zum Aussichtspunkt … begonnen, von dort haben wir unseren Weg in Richtung Monteretto fortgesetzt auf der 1d, dies war noch einmal ein Ende bergauf, dann haben wir den Abzweiger auf die 3 genommen, der uns bergab nach Bonassola geführt hat.

 

Zurück am Wohni wurde eine Cappuccino-Pause gemacht. Anschließend wurden die Strandsachen gepackt, da jetzt, wie gerufen, die Sonne hervorkam. Nachdem wir uns ausgiebig gesonnt und gebadet haben, sind wir zurück und haben uns ein leckeres Essen gezaubert. Mit einem kleinen Spaziergang haben wir den Abend ausklingen lassen.
 
20.09.02
Es wurde früh aufgestanden, der erste Versuch nach Monterossa zu kommen scheiterte am Regen, die Sachen waren fertig gepackt für die schönste Wanderung in der Cinque-Terre von Monterossa über Vernazza nach Corniglia. Die anderen letzten Etappen bis nach Riomaggiore hatten wir schon vor einigen Jahren mit Freunden absolviert, wo uns ab und zu immer noch einmal vorgeworfen wird, diese Wanderung hätte er nicht gebucht !!
Gegen 10:00 Uhr lies der Regen nach, den Rucksack verstauten wir noch schnell im Roller und los gings. In Monterossa angekommen stellte Carsten fest, das er das Geld im Wohnmobil hat liegen lassen. Nunja, es könnte ja auch ohne gehen, nur wir haben den neuerhobenenden Wege-Zoll, auch Wanderwegbenutzungsgeld wie man es auch immer nennt, wir sollten 3 Euro bezahlen pro Person, nur wie ohne Geld. Die Stimmung auf dem Nullpunkt, also zurück zum Wohnmobil nach Bonassola. Mittlerweile war es gingen Mittag und sehr heiß und hohe Luftfeuchtigkeit. Wir gingen einfach zum Strand und genossen die Sonnenstrahlen beim Baden und Faulenzen.
Der Abend war wirklich sehr nett, wir setzen uns mit einem Wiesbadener Ehepaar zusammen, wie immer tauschten wir viele Erfahrungen aus, nunja hier und da ein Gläschen Rotwein und so ging der Tag erst um 02:45 zu Ende.
 
21.09.02


Der zweite Versuch !  Morgens regnete es wieder, die Tasche packten wir so oder so schon, auch das Geld war diesmal mit verstaut. Gegen 11:15 Uhr sind wir dann los gekommen. Unsere Wanderung begann um 12:10 Uhr in Monterosso. Das Wetter spielte mit, hier und da ein kühles Lüftchen, der erste Teil ging wirklich ganz schön in Stufenform hinauf, was sich nachher aber relativierte, wundervolle Ausblicke auf die Buchten, Vegetation und auf so manchen Wanderer, der entweder völlig durchgestylt bzw. in Pöms, in Badelatschen den Versuch unternahm, die Strecke zu bewältigen. Das schönste bei den entgegenkommenden waren eigentlich nur die verzerrten Gesichter. Um mal ganz ehrlich zu sein, wir müssen auch ganz schön kaputt ausgesehen haben.  Vernazza wurde genauer besichtigt, nunja wir waren auch auf einem Samstag da und es war eine Menge los, aber dieser Flair dieses Ortes war einfach wunderschön.  Es ging dann weiter unter den Bahngleisen durch in Richtung Corniglia, wir hatten unser Zeitlimit für die erste Etappe von 1Std. 15 Min. gut geschafft.

Für die zweite wurden 1 Std. 30 Min. geplant, trotz des schwülen aber trockenen Wetters fühlten wir uns noch sehr gut. Der erste Anstieg bis auf über 200 Höhenmeter hatte es wieder in sich. Die Steinplatten waren teilweise durch den am morgen gefallenden Regen sehr glitschig, man sah es entgegenkommenden Wanderern an, die mit Ihren durch Stürze verursachten schmutzigen Hosen liefen ! Jedenfalls unterboten die Zeit um über 20 Min. obwohl wir unser Schrittempo beibehalten hatten. In Corniglia hatten wir noch einen kleinen Zwangsaufenthalt , weil der Zug erst später fuhr, der uns zurück nach Monterosso führte. Der Abend endete in Bonassola in der Trattoria Degli Aranci.

22.09.02

Wieder wachten wir durch das Regenprasseln auf dem Dach auf, die Bucht war tief Wolkenverhangen. Ein Zeichen zum Aufbruch, wir entsorgten in Levanto und fuhren dann über die Via Aurelia nach La Spezia. Die Fahrt durch das Hinterland der Cinque Terre faszinierte uns sehr, zwar alles teilweise verregnet, trotzdessen sehr grün !


Aus dem Reiseführer hatten wir erfahren, das die Bucht von Le Grazie ruhiger als Portovenere sein sollte und so zog es uns dort hin. Wir fanden hier schnell ein paar Wohnmobile und gesellten uns hinzu. Mit dem Roller ging es nach Portovenere, diesen stellten wir schnell am Hafen ab.  Die alten Bauten reihen sich in wunderschönen Farben dem Fels am Wasser entlang. Sehenswert hier die Kirche San Pietro, die dort direkt über dem Wasser thront. Malerische Gassen mit dem typischen Tourirummel. Die Wohnmobile stehen hier ca. 2,5 km vom Ortseingang auf dem Stellplatz. 
 
23.09.02
Irgendwie haben wir dieses Jahr mit dem Wetter Pech, nachts wieder starke Regenfälle, die aber gegen Morgens dann aufhörten.

 

Unser Weg führte uns heute nach Lerici,  dieser Ort liegt gegenüber von Portovenere auf der anderen Seite der Bucht. Nunja, Montag Mittag und es war nicht gerade viel los, wir parkten auf einer der Stellflächen direkt am Wasser, sofort kam ein Stadt-Angestellter und wies uns darauf hin, das wir dort nicht stehen dürfen, da hier nur Fahrzeuge bis 2 m Höhe parken dürfen. Für Wohnmobile gab es hier keine weiteren Plätze. Schade eigentlich, es war ein netter Anblick auf den Ort, wo sich im Vordergrund die Wellensurfer in der Brandung ein Stelldichein gaben. Aus Lerici hinaus folgten wir einen kleinen schmalen Straße nach Tellaro. Eine 4,5 km lange kurvenreiche Fahrt führte uns nach Tellaro. Vor dem Ort gleich eine  Gabelung, Wohnmobilisten sollten sich wie Pkw’s Richtung Campingplatz halten. Ein Stückchen weiter befindet sich der Friedhof, auf dem man wohl auch mal eine Nacht auf dem Parkplatz verbringen könnte. Kleine Treppensteige führen in den Ortskern.  Kleine verwunschene Gassen mit hübschen Fassaden. Keinerlei Tourirummel, ein kleiner Naturhafen (Ähnlich wie Riomaggiore), nur liegt alles dort richtig verschlafen. Hier findet man die Ruhe pur !
Der Regen führte uns dann nach Lucca, wo wir erst einmal stehen bleiben werden. Ligurien hat uns wirklich beeindruckt, wir sind fest entschlossen, diese  Region irgendwann noch einmal zu besuchen.
 
24.09.02
Susanne wollte gerne einmal auf den Stadtmauern von Lucca joggen. Irgendwie soll es nicht sein, wir wurden wieder durch Regenprasseln auf dem Dach geweckt, und dieser stellte sich auch erst einmal nicht ein. Mit Regensachen ging’s zum Shoppen nach Lucca. Im Internetbüro wurden Mails an unsere Freunde verschickt. Über gewisse Internet-Wetterdienste informierten wir uns über die aktuelle Wetterlage und diese sieht für die nächsten Tage an der Adria oder Westküste überhaupt nicht gut aus. Uns wunderte nur, das die Regenschirme beim gleichen Händler am Vorabend 5 Euro kosteten, und heute vormittag während des Regens 7,75 Euro , irgendwie zum schmunzeln.
So beschlossen wir bei diesem Wetter die Outlets bei Florenz zu suchen, an der Ausfahrt Incisa an der A1 Richtung Rom sich dann Richtung Pontassieve halten. Dort nach ca. 4 km Ausschilderung nach FENDI-Outlet (links abbiegen und Ausschilderung folgen) fährt man gerade weiter aus Richtung Leccio am Ortsausgang befindet sich das kleine Outlet-Center “The Mall”. Hier findet man ARMANI, GUCCI, Yves Sant Laurent und einige andere. Dort soll auch das große GUCCI Warenlager mit Outlet sein, welches wir aber vergeblich gesucht haben. Von Leccio fuhren wir über die starkbefahrende  SS69 nach Arezzo auf den Stellplatz.
 
 
25.09.02

Marktplatz in Arezzo

Rathaus in Arezzo

Dom in Arezzo

Eigentlich schon zum verzweifeln, morgens wieder dieses Regenprasseln. Gegen 12:30 Uhr nutzen wir die Gunst der Stunde, das es Trocken war.   Schnell mit dem Roller zur Piazza Grande in Arezzo, die Geschäfte waren gerade im Begriff Siesta zu machen. Der Dom machte erst wieder um 15:00 Uhr auf, so schlenderten wir durch die Gassen, bewunderten die vielen Antiquitätengeschäfte und deren Auslagen. In einer netten Bar genossen wir sogar draußen den Capuccino. Der Dom aus dem gotischen Zeit ist wirklich sehenswert und das warten hatte sich gelohnt.


Weiter ging es dann nach Assisi, der Stellplatz ist eigentlich schnell zu finden, er liegt nur unterhalb der Stadt und ist recht gut ausgeschildert. Wir nutzen den Abend noch dazu, uns diese herrliche Stadt am Abend anzusehen.  Es war schon schön anzusehen und anzuhören, wie ein deutscher Chor auf der Piazza einige schöne Lieder sang, die Atmosphäre passte. Schnell noch in eine kleine Pizzeria und ein paar verschiedene Pizzen mitgenommen, die dann im Wohnmobil bei einem Gläschen Wein verspeist wurden. Der Abend endete natürlich im Regen.
 
26.09.02
Auf den Tag genau war vor 5 Jahren das große Erdbeben in Assisi.    Endlich mal morgens früh hoch (und es war trocken!), die Straße hoch nach Assisi und wir waren noch im Verhältnis gut dran, da gegen 09:00 Uhr noch nicht so viele Bustouristen in der Stadt waren, die Kirchen waren noch sehr leer. 


Assisi sollten man gesehen haben, wunderschöne Gassen, Kirchen, die Geschichten um Franz von Assisi, die einen wirklich inspiriert, dort zu verbleiben. Unser nächstes Ziel sollte die Adriaküste sein, Im umbrischen Bergland wollten wir noch einen Outlet von Armani besuchen, leider sollte dies nicht unser Tag werden.Über die SS75 nach Foligno, SS3 Nocero Umbra, SS361 durch die umbrische Bergwelt ! Nur hier fuhren wir uns eine dicke Karosserieschraube in einen Vorderradreifen.  

 

Also, hoch mit dem Wagen, und Rad gewechselt. Gegen 17:30 Uhr kamen wir in Matelica an, Der Outlet ist auch schnell gefunden, er liegt an der Ausgangstraße nach Fabriano. Kurz dahinter die Cantine in Matelica, hier sollten man unbedingt mal den Verdicchio di Matelica probieren. Nach dem Weineinkauf und im Outlet von Armani fuhren ging die Fahrt durch die Dunkelheit nach Recanati.

Dort wollten wir uns morgen erst einmal um den Reifen kümmern. Ein schönes gepflegtes Plätzchen dieser Stellplatz. Dann noch die Nachricht von unseren Nachbarn, das sie zu Hause unseren Pkw aufgebrochen haben. Dieses musste am Abend mit etlichen Telefonaten auch noch geklärt werden, da das Fahrzeug von der Polizeit sichergestellt worden ist.
Am späten Abend war dann noch ein Glas zu viel Wein angesagt.
 
27.09.02
Am Morgen stellten wir fest, das die Sonne endlich einmal wieder durch kommt, dazu ein wundervoller Ausblick auf den Monte Conero und die Adria, der Ort liegt direkt über uns.  Der Reifenhändler bestellte uns für 17:00 Uhr und so nutzen wir die Zeit, um das Örtchen noch bisschen näher kennenzulernen. Kleine enge Gassen, ein wenig Trubel machen diesen Ort schon ganz sympathisch. Führ eine Zwischenübernachtung für Reisende in den Süden an der Adria entlang, bzw. wer sich durch das Hinterland der Marken schlängelt bietet dieser Platz einen wundervollen Aufenthalt.


Den Roller liessen wir auf dem Stellplatz stehen. Als wir in der Werkstatt ankamen, sahen wir schon unsere neuen Reifen dort liegen. Es ging alles sehr schnell, dazu kam noch jemand vom Camping-Club Recanati, der unseren Roller auf dem Platz hat stehen sehen und gedacht hat, das wir diesen dort vergessen hatten. Darauf hin versuchte er, uns zu verfolgen und fand uns beim Reifen-Händler. Er war uns sehr hilfsbereit und konnte einige kleine Sprachhindernisse aus dem Weg räumen.
Abends grillten wir das erste mal. Zum Glück halfen uns Freude die Sache mit dem aufgebrochenen Volvo zu Hause zu regeln und wir damit eine Sorge weniger hatten.
 
28.09.02
Nachts wurden wir von einem heftigen Gewitter wach, aber die Sonne lachte uns am Morgen doch entgegen, es könnte nur ein bischen wärmer sein bei 14°C.


Großer Trubel auf dem großen Platz,  der am Stellplatz angrenzt.  Der wöchentliche Markt begann sehr früh, die Leute schleppten tütenweise das Gemüse und das Obst weg. Auch wir konnten uns mit vielen Sachen für unseren Proviant eindecken. Auch oben in der Stadt war großer Markt, mit allen Sachen die die Menschen so brauchen, Bekleidungsstücke, Küchenartikel, eigentlich so alles was man von den italienischen Märkten so kennt.
Gegen Mittag entschlossen wir uns nun doch Richtung Gargano zu fahren, in der Hoffnung das das Wetter dort doch noch ein bisschen besser sein wird. Über die S361 und S16 ging’s auf die A14 bis Vasto-Nord. Bei der Winzergenossenschaft Casalbordino wurden noch einige Leckereien eingekauft. Es ging dann weiter über SS16 bei Vasto und Termoli entlang. Zwischen den Städten entdeckten wir einen Stellplatz in der Nähe vom Strand mit Entsorgungsmöglichkeiten.

In Lesina Richtung Rodi Gargarnico fuhren dieses mal nach Torre Mileto zwischen dem Lago die Varano und dem Meer. Leider zu dieser Zeit ein sehr ausgestorbene Gegend, die vermutlich nur vom Tourismus lebt. Alleine trauten wir uns nicht dort stehen zu bleiben, wären wir zu zweit, dann bestimmt, da der Verbindungskanal zwischen dem See und dem Meer doch reizvoll wirkte (Foce di Capoiale). In Rodi Garganico angekommen, stellten wir fest, das Wohnmobile unten am Strand auch nicht mehr stehen dürfen. Das Wetter war sehr bedeckt aber trocken bei 17,5 °C.
Eine Übernachtungsmöglichkeit fanden wir kurz vor Peschici. Nachts dachten wir unser Wohnmobil kippt um, starke Sturmböen liessen den Carthago ganz schön wackeln.
 
29.09.02
Die Sonne lacht uns an, aber die Temperaturen und der starke Wind verraten wohl immer noch keine Wetterbesserung. Bei diesem Wetter nutzen wir die Ruhe und lassen den Tag ruhig angehen.  Ein schöner Strandspaziergang, beobachten einen Hirten, der mit seinen 2 Hunden die ca. 50-60 Ziegen durch das kleine Tal treibt. Immer wieder peitscht der Regen gegen das Wohnmobil, war es richtig hier in den Süden zu fahren, uns kommen allmählich die Zweifel.
 
30.09.02
Das Wetter wird besser, wir lassen uns schon Prognosen aus dem Internet von Freunden per SMS aus Deutschland schicken. Es soll ab Mittwoch wirklich besser werden. Auf dem Feld, wo wir stehen, ist gerade Erntezeit angebrochen, ein großer LKW versperrt den Weg, als das erste Wohnmobil aufbricht. Wir bemerken das ein anderes Wohnmobil auch aufbrechen möchte und diesem schließen wir uns an. Der LKW weicht uns aus und wir kommen auf die Straße, unser nächstes Ziel ist der Campingplatz Punta Lunga kurz vor Vieste. Hier treffen wir auch die zwei Damen mit dem Hymer wieder, die einen Tag später aus Recanati abgefahren sind und erfahren, das sie dort auch nur noch Regen und auf der gestrigen Fahrt zum Gargano sogar Hagel hatten. Also war unsere Entscheidung richtig, auf den Gargano zu fahren.
Hier werden wir den Urlaub einige Tage richtig geniessen.
 
01.10.02 bis 08.10.02
Wunderbare Tage verbrachten wir auf dem Campingplatz, tauschten mit anderen Rezepte aus, kauften frisches Gemüse, Kräuter und Octopusse oder Tintenfische ein. Besorgten uns Öl. Jeden Tag gutes Essen das wir uns schmecken liessen.  

Eine Rollertour in Richtung Foreste Umbra, die eigentlich keine 137 km lang werden sollte. Ein kleiner Fehler in der Tourenplanung brachte uns von der Foreste Umbra Richtung Monte St. Angelo, Mattinata zurück nach Vieste. Ich denke man kann diese Tour wirklich empfehlen, aber man sollte nicht so wie wir am späten Nachmittag losfahren, sondern sich dafür wirklich Zeit nehmen. Der natürliche alte Wald in den Bergen,  die Hochebenen mit dem Rindern, Ziegen und Schafen, Hirten mit Ihren Herden, fruchtbares und trockene Ackerflächen. Kastanienwälder wo sich die Straße durchschlängelt, Blicke auf die hoch gelegenden Orte wie Monte St. Angelo und Mattinata oder auf Manfredonia oder Bari am Meer wenn die Sicht gut ist. Schön ist auch die sehr kurvenreiche Strecke runter von Mt. St. Angelo nach Mattinata.
Zurück an der alten Küstenstraße nach Vieste die sich mit  schönen Impressionen zeigt. Mit einem Roller, Motorrad oder einem kleineren Kastenwagen ist die Tour zu empfehlen. Andererseits mit einem großen Wohnmobil nur was für geübte Fahrer. 

Carsten wollte seit längerer Zeit mal wieder auf sein MTB und entschloss sich als erstes die Tour an der Küste entlang nach Peschici und über das Hinterland zurück.
Das war’s dann auch mit dem Radfahren, da ihn anschließend starke Rückenschmerzen für restlichen Tage plagten.

An einem Vormittag baute sich über dem Meer ein Unwetter zusammen, wir konnten beobachten, sie sich in weiter Entfernung eine große Windhose aufbaute. Auf dem Platz regte sich einiges, alle Vorzelte, Markisen, Stühle, Fahrräder und Surfbretter und –segel wurden eiligst zusammen geräumt und sicher gemacht. Aber wir hatten Glück und bekamen nur einen kleinen Regenausläufer mit.

Nette Bekanntschaften machten wir, tauschten mit den Nachbarn rechts und links Infos über Stellplätze und Spanien aus, wo vermutlich unser nächster Urlaub hinführen soll. Auch trafen wir hier die zwei sehr netten Damen aus Kempten wieder, denen wir in Recanati Punta Lunga empfahlen.
 
09.10.02
Aufbruch gen Norden, der Urlaub ging zu Ende, und wir wollten noch unsere Weineinkäufe machen. In Casalbordino angekommen, stellten wir fest, das dort gerade Mittagspause war. Die Stunde bis 14:30 Uhr wollten wir aber noch warten und so fuhren wir zur Siesta nach Lido di Casalbordino, dort kamen wir direkt an die Adria (Bahnunterführung bis 4m Durchfahrtshöhe). Ein kleiner Handpizzaschmaus und dann ging es zu den Weineinkäufen. Über Ancona, Bologna, Modena schafften wir es noch bis zum Gardasee. In Lazise trafen wir auch auch einen Garganofahrer mit seinem Hymer aus Heide, den wir auch schon 2001 in Punta Lunga kennengelernt haben.


 
10.10.02
Die letzten Besorgungen machten wir im Supermarkt in Affi di Garda, Weineinkäufe wieder in Mezzocorona, bevor wir direkt nach Meran fuhren. Der empfohlene Parkplatz war leider durch ein Festmarkt nicht benutzbar, aber wir gesellten uns zu anderen Wohnmobilen am Schwimmbad. Ein ausgiebiger Bummel an der wunderschönen langen Promenade am Fluss entlang. Um die Sehenswürdigkeiten der Stadt näher kennenzulernen verblieb uns zu wenig Zeit und so spazierten wir durch die nette Einkaufspassagen der hübschen Altstadt


 
11.10.02
Die nächste Etappe mit der Alpenüberquerung stand uns bevor !

Anmerkung der Redaktion: Da die Mautgebühr für den Brenner für Fahrzeuge über 3,5 to um 400 % auf 31 Euro  erhöht worden ist, entschlossen wir uns diese Etappe nicht mehr zu fahren und werden es in Zukunft einfach meiden.

Wir entschlossen uns für den Reschenpass, dann weiter über Landeck und Imst über den Fernpass. Eine sehenswerte Entscheidung,  der Reschenpass zeigte sich in wundervollen Herbstfarben. Über Garmisch-Partenkirchen und München ging’s nach Ingolstadt (Shopping im Outlet von Rosner) dann auf direkten Weg zum Stellplatz in Fulda.


 
12.10.02
Uns trieb ja nichts nach Hause, so genossen wir ein Sightseeing durch die Barockstadt Fulda, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Bei 4 °C kaltem Wetter für uns nicht gerade angenehm, nach dem wir soviele Wochen in warmen Gefilden waren. Am frühen Nachmittag brachen wir dann Richtung Kiel auf.


 
 

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